Das einzig Reelle

5. März 2017, 19.28 Uhr

Es kann auch an meiner augenblicklichen Stimmung liegen, mir kommt aber immer vor, wenn man von Schriften, wie von Handlungen, nicht mit einer liebevollen Theilnahme, nicht mit einem gewissen parteiischen Enthusiasmus spricht, so bleibt so wenig daran, daß es der Rede gar nicht werth ist. Lust, Freude, Theilnahme an den Dingen ist das einzige Reelle, und was wieder Realität hervorbringt; alles andere ist eitel und vereitelt nur.

Goethe an Schiller, 14. Juni 1796

Keine Kommentare

Facebook (Symbolbild)

5. März 2017, 16.38 Uhr

Facebook auto. Erinnerung

Kleiner Nachtrag: Ich hab den Screenshot auch bei Twitter gepostet, und auch hier zeigen sich die Algorithmen in Bestlaune:

Twitter Screenshot

Keine Kommentare

Bargfeld

1. März 2017, 21.37 Uhr

Schmidts Haus in Bargfeld, vom Gelände der Schmidt Stiftung aus fotografiert

Keine Kommentare

Was Karl May zu seinem 70. Geburtstag gegessen hat

25. Februar 2017, 13.40 Uhr

Am 25. Februar 1912 feierte Karl May seinen 70. und letzten Geburtstag. Und das war das Geburtstagsmenü:

  1. Eine delikate Einlaufsuppe gewürzt
  2. Karpfen blau mit Rémouladensauce
  3. Rehbraten mit saurer Sahne
  4. Holsteiner Schnitzel mit Zitrone von märchenhaften Umfang
  5. Pudding mit Himbeersaft
  6. Erdbeer-, Stachelbeer- und Himbeerkompot[t]
  7. Butterbrote mit Käse und Sardelle u. Ei
  8. Drei Sorten Liköre von traumhafter Farbe
  9. Enzianschnaps
  10. Starkbier, Kulmbacher
  11. Bohnenkaffee mit Erdbeertorte und Schlagsahne
  12. Stonsdorfer und eine Kiste echte Havanna ad libitum mit roter Bauchbinde

Keine Kommentare

Wegwerfadressen mit Google Mail

24. Februar 2017, 15.45 Uhr

Ob Newsletter, Gewinnspiel oder kostenloser Download – es gibt viele Fälle im Internetalltag, bei denen man eine E-Mail-Adresse hinterlegen muss, um an die gewünschten Dateien oder Dienstleistung zu kommen. Nun kann man da natürlich seine eigene Adresse eintragen, läuft dann aber Gefahr, in der Folge zugespammt zu werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer Wegwerfadresse, die nur für diesen einen Zweck benutzt und anschließend gelöscht wird. Google-Nutzer sind da fein raus, denn Google Mail bietet eine sehr einfache und universell einzusetzende Lösung für beliebig viele Wegwerfadressen: Man hängt an seinen Account-Namen einfach ein +, gefolgt von beliebigen Text. Alle Mails, die an diese Adresse geschickt werden, landen ganz normal im Posteingang. Wählt man als Text etwa den Namen des Anbieters, bei dem man diese Adresse benutzt hat, kann man sehr genau verfolgen, welche Mails in der Folge über diesen Anbieter kommen und ob er die Adresse etwa an Spamversender weitergegeben hat. Dazu ein simples Beispiel.

Meine Gmail-Adresse lautet giesbert@gmail.com. Möchte ich nun bei einem Gewinnspiel teilnehmen, ohne meine Hauptadresse preiszugeben, kann ich als Mail-Adresse etwa giesbert+gewinnspiel@gmail.com eintragen. Nach dem Gewinnspiel kann ich einen Filter bei Gmail anlegen, der alle Mails an giesbert+gewinnspiel@gmail.com wegsortiert oder auch gleich löscht.

Kleiner Haken: Natürlich kann ein Anbieter aus den so generierten Adressen ganz einfach auf die originale Adresse schließen, völlige Sicherheit vor dem Missbrauch der Mail-Adresse ist damit also nicht gegeben.

Keine Kommentare

»Dieser so plötzlich so verheerende Lärm …«

21. Februar 2017, 15.30 Uhr

Dieser so plötzlich so verheerende Lärm: ist er denn lauter als früher? Wieso ist er derart laut? Bedeutet er mehr als der tägliche Radau, wie schießlustige Schnösel, die in ihr Gebrabbel soviel Polit-Rhabarber aufgenommen haben, daß die Kollegen vom Fernsehen sie alsbald als »militante Gruppe« respektieren, unter Freiheitsgeschrei über die Weltbühne stürzen? Ein allgemeines Auge-um-Auge, ist plötzlich darin aufgetaucht, das man längst unter den archaischen Redensarten abgelegt glaubte; man hört die Wörter »Rache«, »Strafe«, »Vergeltung« durch alle Gassen schwirren und auf allen Datenautobahnen entlangrasen und sieht am hellichten Tag mit an, wie das Neanderthal seine Brückenköpfe ausbaut. Auf einmal hat die öffentliche Rede ein Zackzack bekommen, das wie aus dem Ghetto ältlicher Frontkämpfertreffen ausgebrochen wirkt.

1 Kommentar

iPhone und iPad ohne Apple-ID nutzen

18. Februar 2017, 18.02 Uhr

Mitunter stößt man auf die Behauptung, iPhone und iPad ließen sich ohne Apple-ID nicht benutzen. Das ist – auch wenn es eigentlich seriöse Fachmagazine wie die c’t behaupten (Heft 5/2017, S. 80) – schlicht falsch. Ohne Apple-ID kann man zwar keine zusätzlichen Apps installieren und auf FaceTime oder iMessage muss man auch verzichten – aber die Grundfunktionen wie Safari, Mail, Erinnerungen, Kalender, Kontakte, Karten, Kamera, Fotos oder Telefon sind natürlich auch ohne Apple-ID verfügbar. Während der Inbtriebnahme von iPhone/iPad wird man zwar aufgefordert, eine Apple-ID einzugeben bzw. anzulegen – aber hier findet sich auch die Option, die Einrichtung ohne Apple-ID fortzusetzen.

Keine Kommentare

»Pioneers on content«

16. Februar 2017, 13.15 Uhr

Mit dem Umzug des Servers hat auch mein Spamfilter einen kleinen Schluckauf bekommen und muss wohl erst noch lernen, dass er mich mit Mails wie etwa dieser nicht behelligt:

mein Name ist N.N und ich bin für die digitale Media Firma Serpsonic tätig. Wir sind auf der Suche nach Interessanten Seiten wie damaschke.de auf denen wir unsere Arbeit präsentieren können. Wir bieten Gastbeiträge an die professionell geschrieben, informativ, unterhaltsam und einzigartig sind. Mein Angebot ist mit keinerlei Kosten für Sie verbunden, ganz im Gegenteil. Ich würde mich sehr freuen wenn ich Ihr Interesse wecken konnte.

Ah ja. Professionell geschrieben, inklusive Rechtschreib- und Interpunktionsfehler. Ich hab die Seite der Firma mal spaßeshalber aufgerufen. Die sieht genau so aus, wie ich mir das gedacht habe: [Weiterlesen]

Keine Kommentare

Trumps Tweets im richtigen Font

16. Februar 2017, 10.47 Uhr

Schon vor ein paar Tagen hat Danny Sullivan auf Twitter einem Tweet vom Donald Trump in Comic Sans umgesetzt (»Let me give that tweet the Comic Sans treatment it deserves«), jetzt hat The Daily Show die ultimative Form gefunden: eine Browser-Extension für Chrome und Firefox, die Trumps Tweets in einer krakeligen Kinderhandschrift darstellt. Motto: Make Trump Tweets Eight Again:

Screenshot Make Trump Tweets Eight Again

Keine Kommentare

LiMux am Ende

15. Februar 2017, 18.03 Uhr

Es war leider absehbar – und jetzt ist es wohl so weit: Die Stadt München wird von Linux wieder zu Windows wechseln. Da kann ich mich einfach selbst zitieren:

Natürlich schwebt auch eine öffentliche Einrichtung nicht im luftleeren Raum und muss immer wieder auf privatwirtschaftliche Entwicklungen zurückgreifen. Aber diese durchaus sinnvolle und wünschenswerte Kooperation sollte nie soweit gehen, dass man von einem einzigen Anbieter abhängig wird – und das ist man, wenn die zentrale Plattform von Microsoft (oder meinetwegen auch Apple) stammt. Es sollte jedem Verantwortlichen erhebliches Unbehagen bereiten, wenn sich eine öffentliche Einrichtung auf das Wohlwollen eines Konzerns verlassen muss, um ihren zentralen Aufgaben nachkommen zu können.

Keine Kommentare