15. März 2010, 13.05 Uhr | Giesbert Damaschke
Manchmal stolpern die Spammer ja doch lustig über die Tücken automatischer Übersetzungen. An seltsames Deutsch –
Wir freuen uns Ihnen mitteilen Sie von Ihrem E-Mail-Erfolg in unserem Wissenschaftlichen Email Internet-Programm.
– hat man sich ja gewöhnt. Aber dass ich einen Ischias-Preis gewonnen haben soll, fand ich doch ganz amüsant:
Sie haben sich fьr die Star Preis von $ 6,451,000.00 Dollar Ischias genehmigt
Wie kommen die da auf Ischias? Der angehängte „Unterschrift Notification Letter“ sorgt für Klarheit. Da nämlich ist die Rede von einem „Scientific Email Internet Program“, das in der Betreffzeile leider zu „Sciatic Email Internet Program“ wurde. Und „Sciatic“ heißt, richtig: Ischias.
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5. März 2010, 16.53 Uhr | Giesbert Damaschke
Ich wurde gerade auf ein mir völlig rätselhaftes Phänomen aufmerksam gemacht. Sucht man nach der Phrase "Widerstand gegen Hitler entschloss" (inklusive Anführungszeichen), dann werden jede Menge Webseiten aufgeführt, in denen die Phrase völlig unvermittelt auftaucht. Und zwar immer dann, wenn man eigentlich das Wort „Umständen“ erwartet. Es scheint vor allem Impressumsangaben getroffen zu haben, aber nicht nur. Das findet sich auch bei E-Bay oder hier als beliebiges Beispiel auch in einer Pressemitteilung von Lidl:

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3. März 2010, 19.53 Uhr | Giesbert Damaschke
Gestern habe ich mir John Woos hochgelobten Film „Red Cliff“ angesehen. Versprochen wird ein bildgewaltiges, wuchtiges Epos aus der chinesischen Geschichte – gesehen habe ich. Hm. Etwas ähnliches.
Der Film (oder genauer: das, was hierzulande auf DVD ausgeliefert wird, dazu gleich mehr) hat hinreißende Szenen, stark stilisierte Tableaus, ungemein wirkungsvolle Einstellungen und vieles mehr, was einen Martial-Arts-Film auszeichnet. Zuerst war ich beeindruckt, wurde aber zunehmend verwirrter. Die Schlachtsequenzen habe ich nie so richtig verstanden, Personen tauchen kurz auf, verschwinden, sind plötzlich wieder da, und die Kampfszenen waren eindeutig geschnitten, was den Bildrhythmus nachhaltig störte.
Ganz kurz ein Beispiel. Da gibt es plötzlich eine Prinzessin, die unbedingt mit in den Krieg ziehen will. Die Männer lachen und reiten davon. Es folgen ein paar Szenen der Schlachtvorbereitung, dann tauchen die feindlichen Truppen auf. Und werden von eben jener Prinzessin mitsamt einer Schar Kriegerinnen in einen Scheinangriff verwickelt und dem eigentlichen Kriegsheer in die Arme gespielt.
Was ist da los? Wie konnte aus der verlachten Prinzessin plötzlich die Anführerin eines kleinen Ablenkungstrupps werden? Eine Antwort erhält man nicht, die Frau verschwindet einfach wieder aus dem Film. Um etwas später als Spionin im gegnerischen Lager aufzutauchen. Noch etwas später ist sie wieder im heimischen Palast angekommen, wo sie von einem Mann, der offensichtlich mit ihr verwandt ist, den ich aber nicht einordnen konnte, erstaunt begrüßt wird: „Was machst Du denn hier?“ Ja, das fragt man sich dann auch.
Alles in allem war ich nach den gut 140 Minuten etwas enttäuscht – gesprungen wie ein Tiger, gelandet wie ein Bettvorleger. Und überhaupt: 140 Minuten ist nicht gerade wenig, aber auch nicht so übermäßig ausufernd, dass man von einem großen Epos reden müsste. John Woo nennt im Gespräch Filme wie „Lawrence of Arabia“ (der es bereits 1962 auf 220 Minuten brachte) als Vorbild – doch von dessen erzählerisch langem Atem schien mir Red Cliff sehr weit entfernt zu sein.
Ich hatte ja keine Ahnung!
Denn das, war hierzulande auf DVD verkauft wird, ist nur ein verstümmelter Rest dessen, was John Woo tatsächlich gedreht hat:
Um “Red Cliff” in den USA in einem Stück vermarkten zu können, ist der Film dort um fast zweieinhalb Stunden auf 148 Minuten gekürzt worden. Besonders krasse Bilder der Gewalt fehlen, darunter auch der Baby-Stunt. Diese gestutzte Version erscheint in Deutschland nur auf DVD […].
Bei der radikalen Kürzung sind ganze Handlungsstränge auf der Strecke geblieben, viele poesievolle und so gut wie alle komödiantischen Szenen. Eine Hauptfigur, die Prinzessin Sun Shang Xiang, taucht bloß am Rande auf. Im Original werden die Hauptfiguren, ihre persönlichen Eigenarten und inneren Konflikte facettenreich porträtiert, in der Kurzfassung erscheinen die Charaktere nur noch skizziert. Woos elaborierte Bildmontagen sind durch harte Schnitte verstümmelt worden.
(Ralph Umard bei Spiegel Online)
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3. März 2010, 17.20 Uhr | Giesbert Damaschke
Erstaunlich – wenn man der Münchner Abendzeitung Glauben schenken möchte, scheint der Palm IIIc zu den Trends der aktuellen Cebit zu gehören:

Unscharf im Haldbunkel aufgenommen – aber was die Dame da in der Hand hält, ist unverkennbar ein Palm IIIc. Der wurde zur Cebit 2000 vorgestellt, vielleicht ist das ein Jubliäumsfoto. Auf der Händlerschürze hat das jedenfalls nichts verloren.
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1. März 2010, 15.37 Uhr | Giesbert Damaschke
Die Codeorgan analysiert den <body>-Teil im Quelltext einer Website und setzt sie in Musik um. Dabei werden alle Zeichen, denen keine Note zugeordnet werden kann – also alles außer A bis G (da es eine amerikanische Seite ist, fällt leider das „H“ raus) – aus dem Code entfernt, der Rest nach verschiedenen Methoden in Melodie, Rythmus und Synthesizer-Begleitung verwandelt, wobein anscheinend auch ein Zufallsgenerator eingesetzt wird, klingt eine Seite doch immer anders. Die Melodieführung bleibt gleich, aber Tonart und Begleitung ändern sich. (Diese Site klingt übrigens eher schräg.)

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27. Februar 2010, 16.57 Uhr | Giesbert Damaschke

(Hinweis von Mario Sixtus)
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24. Februar 2010, 20.41 Uhr | Giesbert Damaschke
Christoph Martin Wieland ist einer der wichtigsten deutschen Autoren nicht nur des 18. Jahrhunderts. Seine Sprach- und Formenfertigkeit ist legendär, sein Werk geistreich, aufklärerisch, zutiefst human und gehört schlechterdings zur Pflichtlektüre.
Das Problem war lange Zeit nur, dass Wieland im Buchhandel kaum präsent war. Das änderte sich 1984. Damals nämlich kam ein von Jan Philipp Reemtsmas „Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur“ finanzierter Nachdruck der „Sämmtlichen Werke“ (Ausgabe letzter Hand, Leipzig: Göschen 1794–1811) für wenig Geld auf den Markt. Ich weiß nicht mehr genau, wieviel ich seinerzeit dafür bezahlt habe, meine mich aber an 148,- DM erinnern zu können.
Die Ausgabe umfasst 45 (in 14) Bände Wieland, einen Nachdruck der umfangreichen Biographie Wielands von J. G. Gruber und einen aufwendig gestalteten Prachtband mit den Versdichtungen Comische Erzählungen, Combabus und Der verklagten Amor.
Der erstaunlich niedrige Preis wurde unter anderem durch extreme Sparsamkeit beim Papier erreicht. Ein Kollege meinte seinerzeit, die Texte seien auf Zigarettenpapier gedruckt – aber das sei mit Abstand der beste Gebrauch, den man von Zigarettenpapier machen könne.

Die Druckqualität ist sehr bescheiden, aber das ist ein Kompromiss, den man bei dieser Ausgabe unbedingt eingehen sollte, um ihrer habhaft zu werden.
Ganz so schlimm ist es nicht, aber es ist ein extremer Dünndruck, der Druck ist unregelmäßig und der Inhalt der Seiten scheint immer wieder durch. Doch diese Mängel werden locker durch die Tatsache aufgewogen, dass hier praktisch der komplette Wieland in einer überaus wohlfeilen Ausgabe vorliegt. Bzw. vorlag: Denn diese Ausgabe war schnell vergriffen und konnte nur noch antiquarisch beschafft werden.
Jetzt hat 2001 die Restbestände der Ausgabe woher auch immer aufgetrieben und bietet das gesamte Paket für gerade einmal knapp 50 Euro an. Wer diese Ausgabe noch nicht hat, sollte jetzt sofort zugreifen. Mehr Wieland für weniger Geld ist nicht zu bekommen.
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24. Februar 2010, 14.01 Uhr | Giesbert Damaschke
Es gibt verschiedene Gründe, warum man von offenen WLANs besser die Finger lassen sollte. Zum Beispiel, weil man nie genau weiß, ob der Betreiber des WLANs seinen Hotspot nicht als Falle konfiguriert hat, um Zugangsdaten abzugreifen. Und auch, weil das unter Umständen vor Gericht enden kann:
Hausdurchsuchung in Bayern wegen Surfen in offenem WLAN
Amtsgericht Traunstein lässt auch den Rechner des Beschuldigten beschlagnahmen
Trotz zweifelhafter rechtlicher Grundlage haben Staatsanwälte in Traunstein die Wohnung eines Mannes durchsuchen lassen, weil er von der Straße aus ein ungeschütztes WLAN genutzt haben soll. Sein Netbook wurde beschlagnahmt und es droht eine Geldstrafe.
Die vollständige Meldung gibt’s bei Golem
Übrigens kann auch das Betreiben eines offenen WLANs Probleme aufwerfen.
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22. Februar 2010, 15.44 Uhr | Giesbert Damaschke
Der Artikel über das Schreiben der GEZ für den Hund „Orlando Henne“ (zu dem das im vorherigen Beitrag gezeigte Foto gehört) enthält übrigens einen der hartnäckigsten Mythen zur GEZ:
Mittlerweile dämmert es den beiden, dass es besser wäre, denn Irrtum rasch aufzuklären. Denn die GEZ ist erfahrungsgemäß hartnäckig.
Da muss man überhaupt nichts aufklären und so hartnäckig ist die GEZ auch nicht. Denn sie kann und darf weniger, als so mancher zu meinen scheint.
Die GEZ schickt zwei, drei Schreiben, in denen man aufgefordert wird, Rundfunkempfangsgeräte anzumelden, dann ist gut. Das wiederholt sich alle paar Monate, aber mehr kommt da nicht. Diese Schreiben kann man getrost wegwerfen und vergessen, das hat keine Konsequenzen (wenn man keine meldepflichtigen Geräte betreibt, versteht sich).
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22. Februar 2010, 14.41 Uhr | Giesbert Damaschke

Händlerschürze der TZ München, 22. Februar 2010
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