Schwierige Screenshots mit iOS ganz einfach

25. September 2016, 13.50 Uhr

Bildschirmfotos mit iOS sind eigentlich ganz simpel: Gleichzeitig Standby- und Home-Taste drücken, und schon landet der aktuelle Bildschirminhalt als PNG-Datei in der Fotos-App. Problematisch wird es nur, wenn man Inhalte einfangen will, die sich partout nicht einfangen lassen.

Möchte man etwa zeigen, wie das iPhone auf das Ausschalten reagiert, weigert sich iOS, das Bild zu speichern. Probleme gibt es auch mit Bildschirmfotos von der Einrichtung von Touch ID. Hier wird der Druck auf die Home-Taste als Eingabe für Touch ID gewertet. Möchte man einen eintreffenden Anruf per Screenshot dokumentieren, geht das ebenfalls nicht, da hier der Druck auf die Standby-Taste als Abbruch interpretiert wird. Schwierig wird es auch, wenn man mit zwei Fingern auf dem Display eine Geste macht, deren Auswirkung dokumentiert werden soll – es ist dann praktisch unmöglich, auch noch die Standby- und Home-Taste gleichzeitig zu drücken. Zudem hat Apple mit iOS 10 den DRM-Schutz für Videos verschärft. Bei Screenshots von Videos wird nur ein schwarzer Bildschirm eingefangen, zu sehen sind allenfalls eingeblendete Menüs und Navigationselemente, das Standbild vom Video wird nicht übernommen.

Assistive Touch iOS 10Für die meisten Probleme gibt es aber eine verblüffend simple Lösung: AssisitiveTouch. Dabei wird eine bewegliche Taste auf dem Bildschirm eingeblendet, über die sich eine Reihe von Systemfunktionen aufrufen lassen, insbesondere solche, für die man den Home-Button drücken muss. Gedacht ist diese Funktion natürlich für Personen, deren Muskelkraft nicht ausreicht, um einen vom System erkennbaren Druck auszuüben oder die aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, auf den Home-Button zu drücken oder etwa die Mitteilungszentrale aufzurufen.

Mit AssistitveTouch lassen sich standardmäßig die wichtigsten Grundfunktionen aufrufen, aber auch eine von 15 weiteren Funktionen konfigurieren – darunter auch: Bildschirmfoto.

AssistiveTouch wird über Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > AssistiveTouch aktiviert. Hier wählt man Hauptmenü anpassen, tippt auf eine beliebige Taste und belegt diese mit Bildschirmfoto. Alternativ lässt sich auch eine neue Taste hinzufügen, der man diese Funktion zuweist. In Zukunft lässt sich praktisch alles, was auf dem iPhone-Bildschirm zu sehen ist, problemlos als Screenshot einfangen. Dazu tippt man auf die graue Taste zum Aufruf von AssistiveTouch und dort auf Bildschirmfoto.

Bleibt noch das Problem mit Screenshots von Videos. Hier hilft AssisitveTouch leider nicht weiter. Möchte man die Video-Wiedergabe in einem Screenshot einfangen, dann geht das nur, wenn man den Bildschirminhalt des iPhones oder iPads am Computer spiegelt und dort einen Screenshot macht (das kann der Mac mit dem Quick Time Player übrigens von Haus aus).

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„Ähnliche Videos“

12. September 2016, 13.47 Uhr

Wenn Algorithmen ähnliche Videos empfehlen, dann kommt so etwas dabei heraus:

Screenshot von welt.de

Gesucht hatte ich nach Animationen, die Angriffe via Internet in Echtzeit visualisieren. Gefunden hab ich unter anderem die Cyberthreat real-time map von Kaspersky. Und ein Video bei welt.de. Der Beitrag heißt: „3D-Animation zeigt Cyber-Angriffe in Echtzeit“. Das sind die 10 Videos, die welt.de für ähnlich hält:

  • Vier von zehn Deutschen würden auf Sex verzichten
  • Darum könnte der Brexit eine Chance für die EU sein
  • Zu dieser Uhrzeit sollten Sie tanken
  • Livestream – FDP-Chef Lindner zur Flüchtlingspolitik
  • Das ist die höchste Schrägseilbrücke der Welt
  • So schlecht steht es um Deutschlands Straßen
  • Das sommerliche Wetter kommt für den Urlaub zu spät
  • Discounter kämpfen gegen Billig-Image
  • 8000 Jobs bei Kaiser´s Tengelmann in Gefahr
  • Lufthansa will Strecken von Air Berlin übernehmen

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Kleine Nachhilfe für Frauke Petry

11. September 2016, 13.47 Uhr

Wie Die Welt meldet, möchte Frauke Petry, dass das Wort „völkisch … wieder positiv besetzt ist“. Die Klassifzierung des Begriffs als „rassistisch“ sei eine „unzulässige Verkürzung“. Dumm nur, dass der Begriff immer schon rassistisch/nationalistisch war und positiv nur von Rassisten/Nationalisten und natürlich den Nationalsozialisten benutzt wurde.

Ich glaube, Frau Petry braucht ein klein wenig Nachhilfe. Schauen wir und doch einfach mal in Googles Ngram-Viewer an, wann das Wort seine Blüte hatte:

Google Ngram-Viewer für 'völkisch'

Tja. Das ist ein eindeutig besonders zwischen 1933 und 1945 sehr beliebter Begriff – wie um alles in der Welt soll der heute „wieder positiv besetzt“ werden? Und was weiß das Wörterbuch „NS-Deutsch. ‚Selbstverständliche‘ Begriffe und Schlagwörter aus der Zeit des Nationalsozialismus“ von Karl-Heinz Brackmann und Renate Birkenhauer (Straelen 1988) zu diesem Begriff (S. 194) zu sagen? Das hier:

völkisch
[…] um 1875 aufgekommene Verdeutschung von ‚national‘ mit der Bedeutung: rassisch und „blutmäßig“ bedingt; positiver Gegenbegriff zu dem verachteten Wort „international“ (das meist mit dem Zusatz „jüdisch“ versehen wurde) […] „darum arbeiten völkische und politische Erziehung weniger mit Verstandesübungen als mit Symbolen. Im Hakenkreuz und Hitlergruß, im Glauben an Blut und Boden und an das Dritte Reich stecken bindende Kräfte.“

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Algorithmen als Spiel

5. September 2016, 13.31 Uhr

Algorithmen und Programmierung können ausgesprochen lustig daherkommen – zum Beispiel in Form des Logik-Puzzles Human Resource Machine (Windows, Mac, iOS), von den Leuten, denen wir auch die hübschen Spiele „World of Goo“ und „Little Inferno“ verdanken. Bei Human Resource Machine muss man kleine Programmieraufgaben lösen. Dazu steuert man ein Männchen, dessen Job darin besteht, Pakete, auf denen Ziffern und Buchstaben stehen, von der Inbox in die Outbox zu befördern. Zur Steuerung stehen einfache Anweisungen zur Verfügung, die im Laufe des Spiels stetig erweitert werden. Aus diesen Anweisungen lässt sich einfacher Programmcode erzeugen, den das Männchen ausführt – immer unter den strengen Augen seiner Vorgesetzten, die ihn bei Fehlern anraunzen. Programme setzt man einfach zeilenweise zusammen, man kann kleine Testläufe durchführen, ein Programm Schritt für Schritt ausführen und gegebenenfalls debuggen.

Anfangs ist alles noch ganz einfach, da hat man die Befehle inbox – das Männchen nimmt ein Paket aus der Inbox – und outbox – das Paket wird in die Outbox gelegt. Die erste Aufgabe besteht darin, den Inhalt der Inbox in die Outbox zu befördern. In der Inbox sind drei Pakete, also:

inbox
outbox
inbox
outbox
inbox
outbox

Beim nächsten Mal kommt ein jump hinzu. Man soll wieder alle Pakete von der In- in die Outbox befördern, aber nur 3 Anweisungen benötigen:

inbox
outbox
jump inbox

Mit jedem Level werden die Aufgaben etwas komplizierter, es kommen Anweisungen wie copyto, copyfrom, add oder jump if zero hinzu, als Zwischenspeicher dient der Fußboden. Später werden vermutlich noch weitere Anweisungen hinzukommen, aber so weit bin ich noch nicht.

Das klingt jetzt ziemlich abstrakt und nicht besonders spaßig – also rasch ein Beispiel. Hier soll man alle Nullen in die Outbox befördern:

Human Resource Machine Screenshot

Die Lösung dieser Aufgabe ist simpel. Aber es gibt auch Sonderaufgaben für die Größe und die Laufzeitoptimierung:

Human Resource Machine Screenshot

An der Laufzeitoptimierung hänge ich derzeit übrigens fest (ich könnte natürlich auch einfach mit dem nächsten Level weitermachen).

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Why can’t we have one of those?

31. Mai 2016, 13.22 Uhr

In der Folge „Ted“ der zweiten Staffel von „Buffy the Vampire Slayer“ scheint es so, als habe Buffy einen Menschen getötet. In der deutschen Fassung gibt es daraufhin folgenden Dialog:

Cordelia: Ich versteh’ das nicht. Buffy ist die Jägerin. Sollte sie nicht sowas …
Xander: … wie ’ne Lizenz zum Töten haben?
Cordelia: Nicht einfach so, aber sie ist so etwas wie Superman. Sollten für sie nicht andere Regeln gelten?
Willow: Klar doch, vielleicht in ’ner Diktatur.
Cordelia: Genau! Na ja, wär wohl der einzige Vorteil daran.

Ziemlich langweilig und sehr brav. Das Original schlägt da doch deutlich andere Töne an:

Cordelia: I don’t get it. Buffy’s the Slayer. Shouldn’t she have …
Xander: What, a license to kill?
Cordelia: Well, not for fun. But she’s like this superman. Shouldn’t there be different rules for her?
Willow: Sure, in a fascist society.
Cordelia: Right! Why can’t we have one of those?

Dazu passt auch: Superfrau, Nazi like.

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Die Listings aus „Jetzt lerne ich PHP & MySQL“ (2012)

19. März 2016, 12.13 Uhr

Vor rund vier Jahren erschien beim damaligen Verlag Markt + Technik mein Buch „Jetzt lerne ich PHP & MySQL“, ein gutes halbes Jahr nach Erscheinen stellte Markt + Technik den Computerbuch-Bereich überraschend ein*, ein paar Monate später wurde der Verlag komplett verkauft. Die Namensrechte und das Logo wurden von anderen übernommen, so dass es heute zwar wieder Bücher von Markt + Technik gibt, die aber mit dem ursprünglichen Verlag nichts zu tun haben.

Auf der U4 meines Buches steht eine Webadresse, unter der man die Listings aus dem Buch herunterladen konnte. Diese Adresse führt heute natürlich ins Leere.

In letzter Zeit habe ich mehrfach Leserpost bekommen, in denen nach den Listings zum Buch gefragt wurde. Da ich die Listings selbst nicht mehr greifbar hatte, habe ich diese Anfragen leider alle negativ beantworten müssen. Aber jetzt habe ich mir mal ein wenig Zeit genommen und etwas tiefer in meinen Backups und Archiven gewühlt. Und siehe da: Die Manuskriptdateien sind zusammen mit den Listings wieder aufgetaucht.

Ich stelle die Listings also hier zum Download bereit – enter at your own risk!

Cover Damaschke Jetzt lerne ich PHP & MySQLHinweis: Das Buch ist aus dem Jahr 2012 und hat etwas Patina angesetzt. Die Listings werden so bereitgestellt, wie sie sind. Support kann ich nicht leisten, Fragen zur Programmierung nicht beantworten:

Die Listings aus „Jetzt lerne ich PHP & MySQL“ (2012) (ZIP-Datei)

* Die Einstellung kam aus heiterem Himmel und sorgte dafür, dass meine Kalkulation, die auf der Annahme basierte, das Buch werde mehrere Jahre lieferbar sein, gewaltig in die Binsen ging. Für mich war das Buch ein empfindliches Verlustgeschäft, das die ökonomische Grundlage meiner kleinen Textmanufaktur in bedrohliche Schieflage brachte. Für 4 Monate Arbeit an dem Buch habe ich rund 1.800 Euro bekommen, an den antiquarisch verkauften Bücher verdiene ich nichts.

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24 Nullen oder Gottes Größe

20. Februar 2016, 22.53 Uhr

B.: Für die weltanschauliche Einstellung Mays während der erwähnten ersten drei Perioden, seien stellvertretend die behäbig=verantwortungslosen ‹Geografischen Predigten› erwähnt; aus der Perlenschnur der Platitüden nur eine …….

C. (kindlich=wichtig, voll kleiner Gelehrsamkeit): »Die Heimat des Menschengeschlechtes, Erde genannt, die sich mit einer Geschwindigkeit von 1687 Komma 5 Kilometern in der Stunde um sich selber bewegt, wiegt ungefähr sechs Null Null Null Null (leiser werdend, immer weiter, bis 24 Nullen voll sind) ……«

A. (hineinsprechend): Er erspart uns von der Quadrillion keine der 24 Nullen, auch im Druck nicht: und wo wäre der Verstockte, der bei 24 Nullen nicht Gottes Größe empfindet?!

Arno Schmidt: „Abu Kital. Vom neuen Großmystiker“. (1957, BA II/2, S. 31–59; hier: S. 42)

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Old Shatterhand in Moabit

19. Februar 2016, 13.09 Uhr

Am 12. April 1910 erlebte Karl May eine der schlimmsten Niederlagen seines Lebens. Vor dem „Königlichen Schöffengericht Charlottenburg“ unterlag der Schriftsteller in seiner Privatklage gegen Rudolf Lebius, dem er es untersagen lassen wollten, ihn als „geborenen Verbrecher“ zu bezeichnen. Der Prozess wurde zu einem Debakel für May, der den Fall in greller Verkennung der Realität als reine Formsache betrachtete, sich selbst eher ungeschickt verteidigte, und am Schluss gegen den unglaublichen Wust an Verzerrungen, Verleumdungen und dreisten Lügen nur noch ein hilfloses „Es ist ja alles gar nicht wahr“ vorbringen konnte. Erst 20 Monate später, am 18. Dezember 1911, kam es in einem Berufungsverfahren in Berlin-Moabit zu einer letzten Genugtuung. In dem Verfahren, in dem May nun, auf Vermittlung Maximilian Hardens, den renommierten Strafverteidiger Erich Sello an seiner Seite hatte, wurde Lebius schließlich verurteilt. Während der erste Prozess eine auch für heutige Verhältnisse unglaubliche Pressekampagne gegen May zur Folge hatte, löste die Rehabilitierung praktisch kein Echo mehr aus. Wenige Monate später war May tot.

Um diese beiden Prozesse kreist Walter Püschels kleines Hörspiel „Old Shatterhand in Moabit“, das der Autor 1988 für den Berliner Rundfunk (DDR) schrieb, und das nun in einer wohlfeilen Edition bei Pidax Film erschienen ist. Das gut 40-minütige Hörstück montiert erläuternde Sprechertexte mit fiktiven Spielszenen, in denen uns ein altersmüder Karl May (glänzend gesprochen von Günter Naumann) präsentiert wird, der gleichsam in einer eigenen Zwischenwelt lebt, in der sich Realität und Fiktion übergangslos mischen und nicht mehr klar zu trennen sind. So kann er sich einerseits immer wieder angelegentlich und ernsthaft beim Hotelportier erkundigen, ob denn immer noch kein Brief von Lord Lindsay eingetroffen sei oder Klaras Hinweis, ihr Mann sei „müde von der Reise“ kühl mit einem „Ich habe andere Strapazen aushalten müssen als eine Bahnfahrt von Radebeul nach Berlin“ kontern (was nun allerdings, recht bedacht, durchaus stimmt) und doch gleichzeitig mit seinen Rollen und Gesten eher spielerisch umgehen. Püschels Hörspiel ist sicherlich kein Meilenstein, aber ein schönes und anrührendes Dokument, das jedem May-Freund die letzten Lebensjahre Karl Mays ein wenig näher bringen kann. Als „Bonusmaterial“ hat Pidax dem Hörspiel ein Radio-Feature von Christian Heermann beigegeben. In knapp 30 Minuten zeichnet „Meine bösen Jahre“ (1986) die politischen Hintergründe um die beiden Prozesse und den Fall May vs. Lebius nach. Im schönsten DDR-Jargon, aber in der Sache korrekt und engagiert.

Walter Püschel: Old Shatterhand in Moabit; Christian Heermann „Meine bösen Jahre“. 1 CD, 72 Minuten. Pidax film 2015; 4,90 Euro.

Geschrieben für „Karl May & Co“

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Umzugsarbeiten (III)

25. Januar 2016, 10.44 Uhr

Nach einem kleinen Malheur mit falschen DNS-Einstellungen sind nun auch die beiden Blogs Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe und Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens auf den neuen Server umgezogen. Es kann sein, dass die RSS-Feeds neu abonniert werden müssen.

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Der Mac für Ein- und Umsteiger: El Capitan

25. Januar 2016, 10.41 Uhr

Giesbert Damaschke Der Mac für Ein- und Umsteiger CoverEinmal im Jahr aktualisiert Apple sein Betriebssystem OS X, einmal im Jahr aktualisiere ich mein Buch „Der Mac für Ein- und Umsteiger“. Das ist auch heuer nicht anders: Die Ausgabe zu El Capitan gibt es derzeit als E-Book, die gedruckte Version kommt am 4. Februar:

Der Mac für Ein- und Umsteiger. OS X El Capitan Grundlagen einfach und verständlich. Obergriesbach: Amac-Buch 2016. ISBN 978-3-95431-041-8. 372 Seiten. 19,95 Euro.

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Das sind die Fakten

1. Januar 2016, 14.01 Uhr

Die ARD klärt auf:

Screenshot Newsfeed Tagesschau

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Erst als der Schnee verschwunden war, fand man seine Leiche und auch die Brote.

30. Dezember 2015, 17.56 Uhr

Karl Mays Autobiographie „Mein Leben und Streben“ ist ein anrührendes Dokument der Selbsterforschung und ein Stück unverächtlicher Prosa, dessen lakonischen Beginn ich nicht ohne Erschütterung lesen kann:

Ich bin im niedrigsten, tiefsten Ardistan geboren, ein Lieblingskind der Not, der Sorge, des Kummers. Mein Vater war ein armer Weber. Meine Großväter waren beide tödlich verunglückt. Der Vater meiner Mutter daheim, der Vater meines Vaters aber im Walde. Er war zu Weihnacht nach dem Nachbardorf gegangen, um Brot zu holen. Die Nacht überraschte ihn. Er kam im tiefen Schneegestöber vom Wege ab und stürzte in die damals steile Schlucht des „Krähenholzes“, aus der er sich nicht herausarbeiten konnte. Seine Spuren wurden verweht. Man suchte lange Zeit vergeblich nach ihm. Erst als der Schnee verschwunden war, fand man seine Leiche und auch die Brote.

Karl May, Mein Leben und Streben, 1910

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Umzugsarbeiten (II)

29. Dezember 2015, 9.33 Uhr

Nachdem im Zuge der Umzugsarbeiten die Site zu Hans Wollschläger und die Mailinglisten zu Arno Schmidt, Karl Kraus und Karl May inzwischen auf den neuen Server umgezogen sind, bin ich jetzt dabei, nach und nach meine anderen Sites ebenfalls umzuziehen, was noch einige Zeit dauern wird.

Dabei habe ich mich dazu entschlossen, insidemac-blog.de ganz aufzugeben. Ich habe einfach keine Zeit, das Blog regelmäßig mit Inhalten zu befüllen (2015 gab es dort ganze sechs Beiträge). Also hatte ich dort kurzerhand einen Redirect eingerichtet, der ohne Rückfrage und Information direkt zu damaschke.de umleitet.

Das aber scheint zu Irritationen zu führen und bescherte mir diese Lesermail:

Betreff: insideMac-So bekommen Sie Ihre Mails von Thunderbird
Guten Tag,

an Hand Ihrer Bücher über Macbetriebssysteme, habe ich Sie für einen seriösen Autor gehalten.

Aber diese Adresse lehrt mich eine gespaltene Zunge kennen gelernt zu haben.

Das mußte ich los werden.

[Name]
PS. ich möchte keine Diskussion
.

Also gibt es beim Aufruf von insidemac-blog.de jetzt einen Hinweis.

Nebenbei: der im Betreff der Mail eines frustrierten Lesers genannte Beitrag ist von 2008 und seit langer Zeit obsolet – Mail kann Thunderbird-Daten inzwischen direkt und ohne Umwege importieren.

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Neues aus der Wortspielhölle

13. Dezember 2015, 12.56 Uhr

Macbett, München

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Umzugsarbeiten

12. Dezember 2015, 14.53 Uhr

Ich bin dabei, meine bislang auf drei Server verteilte Sites auf einen gemeinsamen Server umzuziehen. Die Umzugsarbeiten bei www.hans-wollschlaeger.de sind abgeschlossen, die diversen anderen Sites werden im Laufe der nächsten Wochen/Monate folgen.

Im Rahmen dieser Umzugsarbeiten werden auch die bislang unter damaschke.de betriebenen Mailingliste eine andere Heimat finden: www.gelehrtenrepublik.de.

Den Anfang macht die Mailingliste der Karl-May-Gesellschaft, die bereits umgezogen ist.

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Dr. May erklärt die Welt (19): Woran man einen falschen Charakter erkennt

24. November 2015, 10.28 Uhr

Es kam ein kleiner, dicker Kerl in den Hof, welcher nicht den allerbesten Eindruck auf mich machte. Er schielte. Zwar bin ich keineswegs gegen Leute, welche an diesem Naturfehler leiden, voreingenommen; aber der Mann hatte einen schleichenden, katzenartigen Gang und eckig gebogene Kinnbacken, und ich habe stets gefunden, daß solche Personen einen falschen Charakter besitzen.

Karl May, In den Schluchten des Balkan (1892) (Fehsenfeld IV, S. 349)

Weitere Welterklärungen von Dr. May.

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Dr. May erklärt die Welt (18): Warum der Westläufer keine freie Stunde hat

3. September 2015, 10.43 Uhr

Winnetou, der größte Meister im Lanzenwerfen und Lanzenfechten, hatte sich auch da so lange mit mir abgequält, bis wenigstens etwas sitzen geblieben war. Bei einem Westläufer giebt es eben keine freie Stunde; hat er nichts anderes zu thun, so übt er sich. Daher die staunenswerte Fertigkeit und Sicherheit, die man an solchen Leuten zu bewundern hat. Wer da nur zuschaut, hat keine Ahnung von der Mühe und Arbeit, welche dazu erforderlich war.
Karl May, Satan und Ischariot II (1896/1897)

Weitere Welterklärungen von Dr. May.

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Ein Bierdeckel

18. Juli 2015, 12.34 Uhr

Die Rückseite eines Bierdeckels der Ayinger-Brauerei:

Bierdeckel Aying Rückseite

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Mist (10)

16. Juli 2015, 12.58 Uhr
„Computer, what is the mist I’m seeing?“
Dr. Beverly Crusher, Remember me

„Computer, was ist das für ein Mist, den ich da sehe?“
Dr. Beverly Crusher, Das Experiment

Im Amerikanischen gibt es die sprichwörtliche Formulierung „Dear John Letter“. Gemeint sind damit Briefe, in denen man dem Partner mitteilt, dass man jetzt mit jemand anderem zusammen und die frühere Beziehung mit „John“ beendet sei (wer etwas zur Herkunft dieser Formulierung lesen will, schlage in der Wikipedia nach). Wenn nun ein Film „Dear John“ (Lasse Hallström, 2010) heißt, dann hat man es im Deutschen schwer, diesen Titel einigermaßen genau zu übertragen. „Lieber John“ wäre zwar korrekt übersetzt, aber da fehlt natürlich die entscheidende Bedeutungsebene. Was macht man also? Man nimmt einen komplett anderen Titel. Aber muss das dann unbedingt „Das Leuchten in der Stille“ sein?
[Weiterlesen]

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Eine Einladung

16. Juli 2015, 11.31 Uhr

Eine Presse-Einladung ist eingetrudelt: Ein Hersteller lädt ins Kino ein, mit anschließender Präsentation seiner Produkte. Aber man kennt ja die Journalisten:

Wir freuen uns über Ihre zeitnahe Anmeldung – gerne auch nur zum Kino oder nur zur Präsentation!

Irgendwie rührend, dass sie glauben, es käme jemand nur zur Präsentation.

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