10 Jahre pl@net

Dienstag, 20. Dezember 2005, 23.44 Uhr

Vor rund zwei Jahren hatte ich die Idee, im November 2005, also vor rund vier Wochen, eine große Plakataktion auf Münchner Litfaßsäulen zu starten: Ein pl@net-Cover (vielleicht das vom August 1996, das war schließlich die bestverkaufte Ausgabe; vielleicht hätte auch Nick Pavkovic noch mal ein Cover gestaltet). Dazu als Schlagzeile: »10 Jahre pl@net«, so, als gäbe es das Heft immer noch und als würde eine Jubliäumsausgabe angepriesen. Einfach so, just for fun.

Die Umsetzung scheiterte wie so oft am Alltagstrott und an den Finanzen. Man braucht nicht nur spinnerte Ideen, man braucht auch genügend Handlungsspielraum, um sich diesen Ideen widmen zu können.

Ich erzählte Barbara Moser (früher: pl@net, heute: Chip) und Wolfgang Koser (früher: pl@net, vor zwei Jahren: Internet Professionell, heute: PC Welt) von meiner Idee. Wir schwelgten ein wenig sentimental in Erinnerungen, beschlossen, dass zwei Jahre ja noch jede Menge Zeit seien und dass wir unbedingt im nächsten Jahr etwas planen & unternehmen sollten. Vielleicht, so dachte ich, wäre ja ein 8- oder gar 16-seitiger Beileger zur Internet Professionell möglich, schließlich war das der offizielle pl@net-Nachfolger und der frühere pl@net-Redakteur Wolfgang Koser jetzt Chefredakteur der Internet Professionell.

Daraus wurde auch nichts, nicht zuletzt deshalb, weil Wolfang Koser von der Internet Professionell zur PC Welt wechselte und damit der letzte ehemalige pl@net-Mitarbeiter den Verlag verlassen hatte (der aber auch schon lange nicht mehr der war, in dem pl@net vor zehn Jahren erschien, sondern nur noch dessen aufkaufender Nachfolger).

Immerhin, die Internet Professionell brachte trotzdem einen »10 Jahre«-Rückblick, wenn auch, wer wollte es ihnen verdenken, als »10 Jahre Internet Professionell«.

Aber schade ist’s dennoch. Ein kleiner Beileger, der Rück- und Ausblick zugleich mit ein paar satirischen Kommentaren und Anmerkungen hätte sein können, wäre nicht nur ein jahreszeitlich passender Beileger gewesen, sondern auch gerade recht zur aktuellen »Web 2.0«-Euphorie gekommen.