Beim Blättern gefunden

Freitag, 24. Februar 2006, 0.48 Uhr

Ich sollte jetzt endlich mal etwas mehr von Hebbel (und wenn ich schon mal dabei bin: auch Grabbe) lesen. Gerade bin ich beim Blättern im Band »Supplemente I« der Bargfelder Ausgabe (also in den »Fragmenten« aus Arno Schmidts Nachlass) über diese wuchtigen und Lust auf mehr machende Verse gestolpert:

Man hat im Norden wunderliche Bräuche,
Denn, wie die Berge wilder werden, wie
Die muntren Eichen düstern Tannen weichen,
So wird der Mensch auch finstrer, bis er endlich
Sich ganz verliert, und nur das Tier noch haust!
Erst kommt ein Volk, das nicht mehr singen kann,
An dieses grenzt ein andres, das nicht lacht,
Dann folgt ein stummes, und so geht es fort.

Das ist, wie ein kurze Google-Anfrage ergab, aus Hebbels Die Nibelungen (genauer: Zweite Abteilung: Siegfrieds Tod, III/1).


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