300

Samstag, 15. März 2008, 20.31 Uhr

300 Cover This is barbarism! ruft der erschrockene Bote, der symbolische Unterwerfung unter den Perserkönig Xerxes forderte, This is Sparta! antwortet Leonidas und schupst den Boten in den tiefen, tiefen Brunnen. Keine Frage, Zack Snyders Comic-Verfilmung 300 ist kein Film der dialogischen oder darstellerischen Feinheiten. Dafür macht er Spaß: das Blut spritzt, die abgehauenen Körperteile fliegen und die tapferen Spartaner kämpfen heroisch gegen die unübersehbaren Horden der Perser. Wanderer, kommst Du nach Sparta … Lustig ist es auch, den Spartanern zuzuhören – da redet man sich mit „Sire“ oder „Mylord“ an und rührt auch sonst den schönsten Zeiten- und Genremix zusammen. In dem Film stimmt natürlich überhaupt nichts, aber er sieht gut aus. Gefühlte 90 Prozent entstanden am Computer, herausgekommen ist ein unter professionellen Aspekten interessanter Film, der zeigt, was technisch heute problemlos möglich ist; als Zuschauer sollte man Comics mögen.

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Keine Kommentare zu „300“

Auch so ein Film, den ich, als er im Kino lief, partout nicht sehen wollte, neulich aber von einer Bekannten entliehen bekam (passiv!). Wie von Dir so schön beschrieben, ist das Ganze weder historisch noch politisch korrekt, aber das ist wohl auch gar nicht gewollt. Hier wird filmästhetisches Neuland betreten, man muß sich vorurteilslos auf die ganz eigene Bild- und Formensprache einlassen, um dann mächtig Spaß daran zu haben.

Fazit: Mir hat’s gefallen!

(Cineastischen Gänseblümchensammlern sei allerdings abgeraten.)

Das ist das schöne an den Leih-DVDs – ich guck jetzt ratzfatz alles weg, was ich im Kino verpasst habe. Und da ich inzwischen über ein 1 Jahr nicht mehr im Kino war, kommt da ziemlich was zusammen.