Amazon-Marketplace-Bewertungen

Samstag, 28. Juni 2008, 2.28 Uhr

Gelegentlich bestelle ich bei Amazon antiquarische Bücher. Dann kann man, so man es denn möchte, eine Bewertung über die Leistung des Versenders abgeben. Kürzlich war es wieder einmal so weit, ich habe das bestellte Buch bekommen, den Händler mit 4 von 5 mögliche Punkten bedacht – ich war alles in allem zufrieden, aber man sollte mit Bestbewertungen nicht inflationär um sich werfen, es muss schon jemand exzeptionell gut sein, damit ich 5 Sterne vergebe – und dachte, damit sei die Sache erledigt. War sie nicht. Denn jetzt fragt der Versender in einer länglichen Mail, die nach Textbausteinen riecht, nach, warum ich denn keine 5 Sterne vergeben hätte und bittet mich, falls mir „doch nichts einfällt, was an [s]einer Leistung zu bemängeln wäre“, die Bewertung wieder zu löschen. Er schickt mir sogar eine Anleitung, wie das geht. Glaubt der etwa ernsthaft, ich würde mich nun auf eine Diskussion einlassen oder gar seiner Anleitung folgen? Soll ich ihm schreiben, dass er früher hätte liefern können? Um mir dann lang und breit erklären zu lassen, warum das nicht ging? Also wirklich nicht. Eher zöge ich noch mal einen Stern wegen nachträglicher Belästigung ab.


Ihr Kommentar Name (erforderlich):

Mail (wird nicht publiziert) (erforderlich):

Website:

Keine Kommentare zu „Amazon-Marketplace-Bewertungen“

Auch ich bestelle viel bei Marketplace (meist CDs), und das mit der Bestbewertungsinflation ist schon recht; allerdings sehe ich nicht, warum ich die Höchstnote verweigern sollte, wenn der Artikel im beschriebenen Zustand ist und zügig geliefert wurde. Daß der Verkäufer noch ein Dankschreiben auf Büttenpaper beilegt, erwarte ich schließlich nicht.

Die nervigen Versuche von wohl meist geschäftsmäßigen Marketplace-Anbietern, Kunden zum nachträglichen Ändern/Verbessern/Löschen von nicht genehmen Bewertungen zu überreden, nehmen in letzter Zeit allerdings Überhand.

Abgesehen vom Inflations-Argument war es in diesem konkreten Fall so, dass das Buch (angeblich) am Montag rausgeschickt wurde und erst am Donnerstag eintraf. Keine große Sache, klar. Aber auch keine volle Punktzahl 😉

O.K. akzeptiert. 😉

Lange Lieferzeiten *könnten* aber auch an der Deutschen Schneckenpost liegen. Ich verkaufe zuweilen selbst über Marketplace und habe mir angewöhnt, auf dem Lieferschein das Datum zu notieren, an dem ich die Sendung aufgebe. (Zugegeben, auch das ist kein Beweis: schließlich könnte ich, als säumiger Lieferant, ja einfach um ein paar Tage zurückdatieren.)