Antispam Bee statt Akismet

Donnerstag, 26. April 2012, 13.58 Uhr

Auf damaschke.de wurde lange Jahre das Antispam-Tool Akismet eingesetzt. Das Tool ist zwar äußerst effizient und sehr zuverlässig, hat aber einen Haken: Alle Kommentardaten (insbesondere die IP-Adresse) werden zur Analyse auf Servern in den USA gespeichert. Das aber widerspricht wohl den deutschen Datenschutzbestimmungen – zumindest solange ich die Besucher des Blogs nicht hinreichend darüber informiere.

Damit ich weiterhin mit Akismet arbeiten kann, müsste ich im Impressum von damaschke.de zum einen im üblichen Schwurbeldeutsch der Juristen auf das Tool hinweisen, zum anderen eine Checkbox in die Kommentare einfügen, mit deren Aktivierung sich die Kommentierenden mit der Speicherung der Daten einverstanden erklären.

Da wechsel ich doch lieber zu Antispam Bee, das keine IP-Adressen speichert und laut Anbieter datenschutzkonform ist. Jetzt heißt es abwarten, ob das auch mit meinen angepassten Templates funktioniert.*

Nebenbei: Eine von mir häufig benutzte Mailadresse ist giesbert@gmail.com. Wer mir eine Mail an diese Adresse schickt, der schickt seine Daten  – also nicht nur die eigentliche Mail, sondern auch die Headerdaten mit den IP-Adressen aller am Versand beteiligten Systeme – an Google, wo alles auf Servern in den USA oder sonst wo gespeichert wird. Ist die Angabe von giesbert@gmail.com als Kontaktadresse datenschutzrechtlich also ebenfalls bedenklich, und müsste man da nicht auch den Absender vorab informieren, dass die Daten gespeichert werden? Und wie sieht das mit Accounts bei deutschen Proviern aus? Auch bei einer .de-Adresse  kann es ja durchaus passieren, dass eine Mail von Hamburg nach München aus technischen Gründen einmal über die USA geroutet wird.

Da wartet noch viel Arbeit auf die deutschen Datenschützer, bis sie dieses komische Internet endlich unter Kontrolle haben.

* Funktioniert. Während ich mir diesen Beitrag in der Vorschau ansehe, fällt mein Blick auf den Zähler am Fuß der Seite: „Von Antispam Bee gestoppte Spams: 3.“ Kurzer Kontrollblick im WP-Interface – ja, stimmt, das ist Spam. Also: Tschüss, Akismet.