Apple Mail enttäuscht bei größeren Mailbeständen

Samstag, 28. Januar 2006, 19.55 Uhr

Bislang setze ich auf dem Mac Apple Mail ein und war mit diesem Programm eigentlich recht zufrieden.

Aber jetzt habe ich das Mailarchiv der ASml importiert. Mit wenig übezeugendem Ergebnis.

Die insgesamt rund 13.000 Mails liegen als 8 Unix-Mailboxen vor. Der Import der Mails hat Stunden gedauert. Wortwörtlich. Nun, dachte ich, das liegt am Spotlight-Index, der halt aufgebaut werden muss. Das ist ein einmaliger Prozess, da muss man durch.

Denkste. Es wurde nicht besser: Der Status der importierten Mails wurde von Mail auf »ungelesen« gesetzt. Sobald man eine Mail anzeigen lassen wollte, korrigierte Mail die Anzahl der ungelesenen Mails, was anfangs verzögerungsfrei funktionierte, aber spätestens beim Ordnerwechsel für minutenlange Pausen sorgte, in denen Mail nicht mehr reagierte.

Der Versuch, Mail letztlich überflüssige Arbeit abzunehmen und die Ordner in einem Aufwasch als »gelesen« zu markieren, half nicht viel weiter, sondern warf das Programm erst recht aus der Bahn. Obwohl die Anzeige der nicht gelesenen Mails auf 0 stand, hob Mail bei Ordnerzugriffen scheinbar willkürlich verschiedene Einträge durch Fettung – also der Markierung für »ungelesen« – hervor. Wenn es nicht gleich ganz vergaß, überhaupt Mails anzuzeigen. Ein Ordner, der gerade noch über 2.000 Mails hatte, war beim nächsten Zugriff angeblich leer. Erst nach einem kompletten Neustart des Programms korrigierte Mail den Fehler.

Ich werde auf dem Mac wohl doch mit Thunderbird 1.5 arbeiten müssen.


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