Aus dem Gulli

Sonntag, 10. September 2006, 11.46 Uhr

Da hat ein wohlhabender Hotelgast bescheidene Sonderwünsche für seine Suite, die ihn pro Übernachtung 2.500 Euro kostet: Die Glühbirnen sollen bitte von grellen 60 auf milde 40 Watt gesenkt und ein Luftbefeuchter ins Zimmer gestellt werden. Ach ja, und wenn man dann noch ein Laufband haben könnte, wäre das auch schön. Ein wohlhabender Hotelgast möchte es in der Fremde also ein klein wenig vertrauter haben und lässt sich das auch etwas kosten. Ein völlig normaler, völlig unspektakulärer Vorgang. Und Hand aufs Herz – wären wir so bescheiden, wenn wir es uns leisten könnten?

Nun heißt der Hotelgast allerdings Nicole Kidman. Und da kennt die Presse natürlich kein Pardon, da muss aus einer Bagatelle ein schlüpfriges Skandälchen und »das englische Hotelpersonal mit Sonderwünschen überrascht«, werden, wo es vermutlich einfach nur verständnisvoll nickt.

Allerdings reicht auch diese Formulierung natürlich nicht aus, um einen harmlosen Vorfall aus dem Hotel-Alltag zum schmierigen Sensatiönchen aufzuplustern. Aber keine Sorge, dafür gibt’s ja bei Spiegel Online die Headliner. Und die überschreiben diese Null-Meldung (die normalerweise noch nicht mal als Grauwert zwischen zwei Kleinanzeigen taugt) so:

Kidman wünscht es feuchter und schummriger


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