Das erste Handy (in der Literatur)

Mittwoch, 9. August 2006, 1.11 Uhr

In Erich Kästners Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee (erstmals erschienen: 1932) findet sich die früheste mir bislang bekannte Beschreibung eines Handys.

Konrad und sein Onkel kommen auf dem Weg zur Südsee auch durch »Elektropolis, die automatische Stadt«. Und dort beobachten sie unter anderem diese Szene:

Am meisten imponierte ihnen aber Folgendes: Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr [die Bürgersteige sind Laufbänder], trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief »Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!« Dann steckte er sein Taschtentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.


Ihr Kommentar Name (erforderlich):

Mail (wird nicht publiziert) (erforderlich):

Website: