Das, nicht: der Blog

Freitag, 2. November 2007, 11.33 Uhr

Es muss so vor zwei, höchstens drei Jahren gewesen sein, als einige ahnungslose Marketingfuzzis sich anschickten, die Blogosphere als Werbeplattform zu entdecken, prompt alles falsch verstanden und als Ausweis ihrer insidermäßigen Hippheit von »der Blog« schwafelten. Aus den Etagen der Marketingfuzzis sickerte die absurde Wortfügung in die Köpfe allseits verwirrter Verlagsmitarbeiter, von dort in die Zeitungen und jetzt haben wir den Salat.

Dabei tut der Gebrauch von »der Blog« mitunter fast schon körperlich weh:

Der Weblog nämlich verdankt seine Bezeichnung der Seefahrt, dem Logbuch, denn er ist nur das Journal einer individuelle Anstrengung.

schlingert sich Jean-Michel Berg in der SZ vom 2. 11. auf S. 15 durch die Artikel.

Das ist ein Virus, dem es Einhalt zu bieten gilt! Helfen Sie mit! Sagen auch Sie in Zukunft: das Blog.