Der, nicht: das Blog

Donnerstag, 25. August 2011, 12.17 Uhr

Vor knapp vier Jahren forderte ich die Leser dieses Blogs noch auf, sich dem unseligen Trend zu „der Blog“ zu verweigern und bei „das Blog“ zu bleiben. Damit stand ich zwar nicht allein, aber auf verlorenem Posten. Was wir immer schon geahnt haben, hat der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch nun in seinem rundum empfehlenswerten Sprachlog mit der gebührenden statistischen Akribie bestätigt: die Mehrheit spricht und schreibt „der Blog“. Sein ebenso nüchternes wie niederschmetterndes Fazit:

Mir, und allen anderen, für die es das Blog heißen muss, sage ich deshalb: Der Kampf ist vorbei. Das Maskulinum hat gewonnen. Auf dem Neutrum zu beharren, wird bald ebensoviel Charme haben, wie die Behauptung, dass Busen „eigentlich“ das „Tal zwischen den Brüsten“ bezeichnet.

Sprachgefühl hin oder her, man muss wissen, wann es Zeit ist, aufzugeben.