Die nächste Abmahnwelle kommt bestimmt

Dienstag, 30. Januar 2007, 11.40 Uhr

Das Handelsblatt weist auf ein bis dato kaum bekanntes Gesetz hin, das nicht nur ein strahlendes Zeugnis dafür ist, wie wenig Politiker mitunter von den Dingen verstehen, die sie gesetzlich regeln, sondern darüberhinaus auch weitreichende Konsequenzen haben könnte:

Seit Jahresbeginn ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, dass sämtliche geschäftliche E-Mails die so genannten Pflichtangaben für Schriftverkehr enthalten müssen. Damit gelten für E-Mails dieselben Richtlinien wie für einen Firmenbriefbogen. Unter anderem müssen in jeder E-Mail das zuständige Registergericht und die Handelsregisternummer angegeben werden. Außerdem sind sämtliche Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer sowie der Aufsichtsratsvorsitzende mit Vor- und Nachnamen aufzuführen.

[…]

Betroffen sind bis auf Kleinstunternehmer praktisch alle Unternehmen. „Das Gesetz gilt für alle Firmen, die im Handelsregister eingetragen sind“, sagt Jochen Clausnitzer, der Referatsleiter Handelsrecht beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

[…]

Immerhin – den Kommentaren bei Indiskretion Ehrensache kann man entnehmen, dass das ganz so neu dann doch nicht ist und mit etwas Glück in die Kategorie »Unfug, aber harmlos« fällt.


Ihr Kommentar Name (erforderlich):

Mail (wird nicht publiziert) (erforderlich):

Website: