Digitaler Preisverfall

Montag, 3. März 2014, 14.53 Uhr

Beim Hyperland-Blog des ZDF habe ich eine kleine Glosse zu einem Thema geschrieben, das mich schon einige Zeit gelegentlich umtreibt – nämlich dass sich im digitalen Strom nicht nur die Dinglichkeit der Dinge, sondern auch ihr (finanzieller) Wert aufzulösen scheint: Wie ich lernte, dass digitale Dinge nichts wert sind.

Das ist ein riesiges Thema, das ich bei der vorgegebenen Textlänge natürlich nur anstupsen konnten. Ich denke, dass wir aktuell noch nicht einmal im Ansatz ahnen, welche ökonomischen Auswirkungen die stetige Digitalisierung haben wird. Eins scheint mir allerdings klar – von Begriffen wie „Eigentum“ wird man sich wohl in weiten Teilen verabschieden müssen, „digital“ und „Eigentum“ gehen nicht zusammen.

Alle Bemühungen, das analoge Konzept von „Eigentum“ ins Digitale zu übertragen – Stichwort: DRM – sind eitel und taugen allenfalls zu Rückzugsgefechten. Das ist insofern fatal, als die alten ökonomischen Modelle (so weit sie maßgeblich auf dinglichem Eigentum basieren) einerseits erodieren und wegbrechen, andererseits aber noch keine validen digitalen Alternativen in Sicht sind. Flattr? Funktioniert nicht. Werbung? Führt zur Abhängigkeit von Google & Co. Freemium? Um GOttes Willen!


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