Dr. May erklärt die Welt (16): Wie man sich bewegende Pferde riecht

Mittwoch, 24. September 2014, 10.10 Uhr

»Da drüben rechts riecht es nach Pferden, nach Pferden, welche sich bewegen. Das ist nämlich etwas ganz anderes, als Pferde, welche unbeweglich stehen. Ueber stillstehenden Pferden liegt der Geruch dick und unbeweglich; man kann die Nase, sozusagen, hineinstoßen. Sobald aber die Pferde sich bewegen, kommt auch er in Bewegung, wird feiner und flüssiger und leicht davongetragen. So unglaublich es klingen mag, der Westmann merkt aus der Dichtheit oder Dünne dieses Geruches, ob er stehende oder laufende Pferde vor sich hat. Natürlich ruhige Luft vorausgesetzt. […]«

Karl May, Winnetou II (1893)

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2 Kommentare zu „Dr. May erklärt die Welt (16): Wie man sich bewegende Pferde riecht“

Natürlich ruhige Luft vorausgesetzt. – Und Pferde…

Rüdiger W. schrieb am 24. September 2014, um 15.45 Uhr

Ich verstehe einmal mehr den Witz nicht … Ich habe keine Erfahrung mit Pferden, aber ich käme gar nicht auf die Idee, das anzuzweifeln, was da im Text steht … (muß man jetzt nicht in die bequeme Schublade ’naiver Mayanhänger‘ tun. Er schreibt des öfteren Blödsinn, ich weiß. Aber hier sehe ich keinen.)