Drei gute Nachrichten

Samstag, 1. Januar 2005, 20.16 Uhr

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit der Rück- und Ausblicke. Also lasse auch ich dieses Mal den Blick über aktuelle Ereignisse schweifen und stelle Ihnen hier meine drei Lieblingsmeldungen der letzten Zeit vor – mit den besten Wünschen für das neue Jahr und der Hoffnung, dass diesen drei guten Nachrichten noch viele ähnliche folgen mögen. Nummer eins: Die Firma SCO hat mit ihren Anwälten einen neuen Rahmenvertrag ausgehandelt, der vielleicht dafür sorgt, dem seit einer mittleren Ewigkeit sich hinziehenden Rechtsstreit SCO vs. Linux endlich ein Ende zu setzen. Der Vertrag schreibt unter anderem vor, dass SCO sich gefälligst um Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Produkte kümmern, und sich also nicht nur auf dermaleinst sagenhafte Gewinne aus Lizenzzahlungen verlassen soll. Für die zweite gute Meldung sorgte Chip-Gigant Intel. Dort hat man endlich Vernunft angenommen und die Entwicklung immer schnellerer Prozessoren eingestellt, den 4-GHz-Pentium wird es nicht geben. Hoffen wir, dass sich die Programmierer nun wieder darauf besinnen, aus den vorhandenen Ressourcen ein Optimum an Leistung herauszukitzeln und sich nicht mehr darauf verlassen, dass steigende Rechenleistung miesen Programmcode schon ausgleichen werde. Zu guter Letzt eine Meldung aus der Abteilung Schadenfreude: Zu satten neun Jahren Haft hat eine Jury in den USA den 30jährigen Jeremy Jaynes verurteilt. Jaynes wurde des mehrfachen schweren Betrugs für schuldig befunden. Sein Tatwerkzeug: Spam. Möge das allen anderen Spammern eine Warnung und Lehre sein. In diesem Sinne – kommen Sie gut ins neue Jahr!

Zuerst erschienen in: Internet Professionell, 1 / 2005