DVDs im April

Freitag, 1. Mai 2009, 17.59 Uhr

Im April hatte ich zuviel um die Ohren, als dass ich mich sonderlich auf Filme hätte konzenrieren können. Diese DVDs hat mir Lovefilm zugeschickt:

  • No country for old men (2007) – Nach den eher schwachen Intolerable Cruelty (2003) und The Ladykillers (2004) zeigen sich die Coen-Brüder wieder auf der Höhe ihrer Kunst. Must see.
  • There will be blood (2007) – Episch, bildgewaltig, wuchtig. Mit einem überragenden Daniel Day-Lewis. Vielleicht ein bisschen zu sehr auf „Meisterwerk“ aus, ist es aber trotzdem geworden.
  • Hancock (2008) – Die Trailer sahen lustig aus, aber der Film ist kreuzlangweilig und dumm.
  • Paycheck (2003) – Recht gelungene Verfilmung einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick durch John Woo.
  • Punch-Drunk Love (2002) – Ungewöhnlicher Film, der als Komödie gehandelt wird, es aber nicht wirklich ist. Kein Wort und erst recht kein Bild zuviel.
  • Body of lies (2008) – Ridley Scotts Agentenfilm ist handwerklich exzellent mit sehr guter Besetzung, hat mich aber trotzdem ein wenig ratlos zurückgelassen

Ansonsten aus den eigenen Beständen als leichte Kost am Abend wieder mal alle sechs Filme  der „Thin Man“-Reihe und ein paar Folgen von Buffy, the Vampire Slayer.


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„No country for old men“ ist natürlich ganz groß. „Intolerable cruelty“ und „Ladykillers“ fand ich zumindest amüsant. „There will be blood“ war mir zu angestrengt auf „große Kunst“ getrimmt, so daß ich nach 20 Minuten genervt aufgegeben habe. Meine Highlights der letzten Zeit waren: „M. Ibrahim und die Blumen des Koran“, „The Road to Guantanamo“ oder das grandios-schräge „Death at a Funeral“ (die Coen-Brüder in allen Ehren, aber sowas können nur Briten machen).

»Intolerable Cruelty« ist eine hervorragende Komödie und alles andere als schwach; was die Brüder allerdings bei den »Lady Killers« geritten hat, ist mir bis heute nicht aufgegangen. Vielleicht sollte man ihn gerade deswegen noch einmal anschauen … ?

Mir haben in letzten Monat »W.« und »Body of Lies« am besten gefallen.

Ah, jetzt, wo Du’s sagst – „Body of lies“ hatte ich noch vergessen. Ich hatte nicht geschrieben, dass die Filme „schwach“ sind, sondern „eher schwach“ 😉 (wobei ich mich bei „Intolerable Cruelty“ schon sehr amüsiert habe; das Remake von „Ladykillers“ ist mir allerdings nur wegen des Soundtracks und einigen, wenigen Einstellungen in Erinnerung).

Klaus Nolting schrieb am 2. Mai 2009, um 8.43 Uhr

-„Ansonsten aus den eigenen Beständen als leichte Kost am Abend wieder mal alle sechs Filme der „Thin Man“-Reihe“ –

Alle: auf ein Mal? Ich habe sie ja auch in meinen Beständen und sehe sie ab und zu gern, aber…

Keine Sorge, die habe ich mir nach und nach angesehen.

So, ich habe mir das Remake von »Ladykillers« nun noch einmal angeschaut: Für sich genommen ist der Film ganz nett, besonders wenn man auf die deutsche Synchronisation verzichtet — irgendwie reagiere ich immer empfindlicher auf diese eindeutschenden Verflachungen –, aber als Film der Coen-Brothers bleibt er seltsam unter Niveau. Diesmal habe ich den Verdacht gehabt, dass Tom Hanks nicht ganz unschuldig daran gewesen sein könnte; aber das ist sicherlich ungerecht …

Ich glaub’, den schau ich mir auch noch mal an. Wenn ich mich da richtig erinnere, hat mich mich die Anfangssequenz am meisten beeindruckt: Das Müllschiff, das da zu getragenem Gospel den Strom der Geschichte(n) gemächlich hinuntertreibt. Das war noch Coen-like – aber der Rest? Naja, ich werd’s sehen (wenn ich die DVD finde) 😉

Tom Hanks hat in Interviews übrigens versichert, dass er das Original von „Ladykillers“ überhaupt nicht kenne. Naja.

Ach, es gibt schöne Details und Szenen, etwa die im Sheriff-Büro oder das Bild von Othar über Kamin, das seinen Ausdruck wechseln kann usw usf. Bloß eben rund wird es irgendwie nicht. Wen ich da an »The Man Who Wasn’t There« denke …

Lovefilm.de hat gerade unangekündigt und ohne Nachfrage einseitig die Versandbedingungen für Abonnenten mit 2 DVDs gleichzeitig verschlechtert und zugleich die Chuzpe, das als Vorteil für den Kunden auszugeben. Ich habe fristlos gekündigt.

Die Meldung sehe ich seit Wochen – und die war auch erwartbar. Bei der Übernahme der Amazon-Kunden wurde (wenn ich mich da richtig erinnere) angekündigt, dass der Amazon-Preis von 14,95 für 2 DVDs für die nächsten 12 Monate garantiert werde. Dass er dann auf das normale Preisniveau von Lovefilm anziehen würde, war ja eigentilch klar. Ab Juni bin ich dann also bei 17 Euro für ca. 8 DVDs im Monat. Immer noch billiger als der DVD-Verleih an der Ecke. Und als ein Kauf natürlich sowieso.

Es geht nicht um eine nominelle Preiserhöhung, sondern um die Änderung der Versandbedingungen: Sie versenden jetzt die beiden DVDs zusammen und „bemühen sich“ in Einzelfall um Einzelversand. Du wirst unter den Bedingungen kaum noch auf Deine acht DVDs im Monat kommen. Es werden realistisch sechs werden. Das ist eine versteckte Preiserhöhung um 33 %!

Oha! Das habe ich ja gar nicht mitbekommen. Davon steht bei mir auch nichts. Sowas. Sollte sich das tatsächlich so entwickeln, werde ich mir das noch mal gut überelgen müssen.

Davon steht bei mir auch nichts.

http://tinyurl.com/pf2nof