DVDs im September

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 22.00 Uhr

Terror by Night (1946), Dressed to Kill (1946) – Die letzten zwei Filme mit Basil Rathbone als Sherlock Holmes. Zu schade, dass er Holmes nicht auch in einer guten Verfilmung gespielt hat.

Young Sherlock Holmes (1985) – Ein typisches Produkt der Spielberg-Factory. Wilde Abenteuergeschichte, Stunts, Action, Tricks, aufwendige Ausstattung, hohes Tempo. Kurz: Ein großer Spaß, auch beim wiederholten Sehen. Lief hierzulande unter dem eher blöden Titel „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“.

The Great Mouse Detective (1986) – Sehr schöne Zeichentrickhommage an Sherlock Holmes im Stil der klassischen Disney-Filme.

Bolt (2008) – Amüsanter, wenn auch nicht umwerfender Disney-Trickfilm, bei dem John Lasseter von Pixar als Executive Producer beteiligt war, ohne dass der Film die Qualität von Pixar erreichen würde. Trotzdem sehenswert und unterhaltsam.

In Bruges (2008) – Ein ungewöhnlicher Gangsterfilm, mit ungewöhnlichen Charakteren, einem ungewöhnlichen Drehbuch an ungewöhnlichem Ort. Mit einem ganz gewöhnlich dummen deutschen Titel: „Brügge sehen – und sterben?“. Ich war versucht, nach ca. 15 Minuten ein wenig gelangweilt abzubrechen, aber da machte das Drehbuch einen Schlenker und plöztlich entfaltete sich eine eigenartig traurige, schwarze Komödie, mit viel Witz und Grauen, deren Drehbuch völlig zurecht für den Oscar nominiert wurde.

Pride and Glory (2008) – Solider Cop-Film mit guter Besetzung (Edward Norton und Collin Farrell in Bestform) und gutem Drehbuch (lief hierzulande als „Das Gesetz der Ehre“). Alles nicht wirklich neu und nicht wirklich überraschend, aber sehr überzeugend und intensiv. Wenn ich das beurteilen könnte, würde ich sagen, der Film sei sehr authentisch. Kann ich aber nicht, also beschränke ich mich darauf, dass er sehr authentisch wirkt. Das einstündige „Making of“ bietet nicht das übliche nichtssagende Gerede, sondern dokumentiert den langen Entstehungsprozess mit all den Mühen und Streitereien, die bei einem solchen Projekt nicht ausbleiben. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten hatte man immer noch nicht alle Rollen besetzt, das Drehbuch wurde während der Dreharbeiten immer wieder umgeschrieben, erst kurz vor Schluss, quasi am letzten Tag, wusste man endlich, wie der Film ausgehen soll. Sehenswert, sowohl Film als auch Doku. Am Schluss meint ein sichtlich erschöpfter Gavin O’Connor (Drehbuch & Regie), er glaube, die Mühe hätte sich gelohnt. Hat sie.