Ein Vorschlag für die Sprachreiniger

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 23.10 Uhr

Diese Presse genügt dem nationalen Bedürfnis der „Deutschen in Österreich“, die sich ihrer freilich auch gern an Orten bedienen, wo man einem internationalen Drang Betätigung schafft, an Orten, die man sonst mit einem Fremdwort bezeichnet, für die ich aber den teutonischen Sprachreinigern den Ausdruck „Stoffwechselstube“ zur Verfügung stelle.

Karl Kraus, Die Fackel Nr. 147, 21. November 1903, S. 22 f.


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Da es den Satz doch noch schöner macht, möchte ich als alter Herumkrittler darauf hinweisen, dass es in meinem Fackel-Exemplar nicht „Sprachschützer“, sondern „Sprachreiniger“ heißt.

Hoppla, stimmt. Da habe ich wohl etwas fahrlässig abgetippt. Und „-reiniger“ ist in diesem Kontext natürlich auch viel besser.