Gib ihm Saures, Sixtus!

Freitag, 10. August 2007, 10.59 Uhr

34.089 Spam-Kommentare hat Akismet in diesem Blog abgefangen, seit ich das Plug-In vor rund 18 Monaten installiert habe. Das macht pimaldaumen gut 60 Spams am Tag. Ich vermute mal, dass mein kleiner Privatspielplatz damit am unteren Ende der Spam-Skala liegt, aber es ist auch so schon mehr als genug Müll, als dass ich es ohne Akismet schaffen würde und ich ohne diese Unterstützung schon längst aus dem Netz gespammt worden wäre.

Wir verdanken diese Müllschwemme Leuten wie Sebastian Foss aus Lindlar und seiner e-trinity Internetmarketing GmbH. Der Herr Foss verkauft nämlich ein Programm namens Blog-Blaster, mit dem man auf Mausklicks in rund zwei Millionen Blogs Werbung hinterlassen kann. Angeblich, so behauptet der Herr Foss, hätten die zwei Millionen Blog-Betreiber zugestimmt, dass in ihren Blog via Kommentar Werbung platziert werden darf. Klar doch.

Das riecht wie Spamware, das sieht aus wie Spamware – das ist Spamware.

Im Dezember 2005 hat Mario Sixtus mit deutlichen Worten gesagt, was er von diesem Programm hält. Zu deutlich, fand der Herr Foss und schickte seinen Anwalt los und der ein Fax an Mario Sixtus mit Androhung juristischer Schritte.

Inzwischen hat Mario das Programm kurzerhand gekauft und einen Blick in die Liste der zwei Millionen Blogs geworfen, die sich angeblich über Werbung freuen würden. Da fand er dann sein eigenes Blog, das seines Anwaltes, das von Don Alphonso und noch etliche andere Blogs, deren Betreiber nicht gerade dafür bekannt sind, dass sie Werbung in den Kommentaren dulden.

Der Anwalt des Herrn Foss fuchtelt mit der branchenüblichen Abmahnung und behauptet steif und fest, die zwei Millionen Einwilligungen lägen vor. Da möchten Marius und sein Anwalt jetzt naürlich wissen, wann sie denn jemals in so einen Mist eingewilligt hätten.

Das wird noch lustig. Aber nicht für Herrn Foss und sein’ Anwalt.


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