Hunter S. Thompson und die Google-Suche

Sonntag, 22. April 2007, 14.52 Uhr

Einen schönen Infoschnipsel hatt Klaus Bittermann da ausgegraben:

Nimmt man Google als Indikator für die Popularität eines Autors,

schreibt er in der Jungle World,

dann kann niemand mithalten. Weder Tom Wolfe noch Philip Roth, weder John Updike noch John Irving, auch nicht der derzeitige Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk. Weit abgeschlagen ist auch der Literaturbetriebsintrigant Günter Grass. Mit über drei Millionen Treffern hat Hunter S. Thompson seine Konkurrenz hinter sich gelassen.

Das klingt natürlich gut, stimmt aber leider nicht.

Denn Bittermann hat offensichtlich einfach Hunter S. Thompson in Google eingegeben und die dann ungefähr 3.100.000 ausgeworfenen Treffer freudig auf der Haben-Seite verbucht.

Aber so geht’s natürlich nicht: Wer nach einem Namen sucht, darf nicht die Wort- mit der Phrasensuche verwechseln.

Will man wissen, wieviele Dokumente Google mit „Hunter S. Thompson“ kennt, muss man den Namen in Anführungszeichen eingeben. Und schon stellt sich die Popularitätskala made by Google ein wenig anders dar und der erste Absatz des Artikel kollabiert:

Davon, dass niemand mit Thompson mithalten könne und er Grass und Pamuk locker abgehängt habe, kann leider so gar nicht Rede sein. Ganz im Gegenteil.

Schade eigentlich.