Hurenkinder, Pixelmatsch und Schlampereien

Sonntag, 13. April 2014, 17.45 Uhr

Beim Hyperland-Blog des ZDFs gibt es einen kurzen Text von mir über die grauenvolle Gestaltung von E-Books. Den Screenshot, der da zur Illustration benutzt wurde, stammt vom Kindle Paperwhite und zeigt den Schluss des achten Kapitels von „Harry Potter and the Half-Blood Prince“, wie ihn mir der Kindle präsentiert hat*:

Kindle Screenshot

Dass ausgerechnet das letzte Wort des Kapitels „think“ lautete und auf die nächste Seite wanderte, war einfach eine zu schöne Koinzidenz, als dass ich das ungenutzt hätte lassen können.

Aus Platzgründen konnte ich das Thema nur streifen und musste eine Reihe von Aspekten einfach ignorieren, aber für die Kernaussage hat’s gereicht. Wenn die klassischen Typographen über E-Books die Nase rümpfen und wie der von mir sehr geschätzte Friedrich Forssman höhnen, E-Books seien „alberne Dateien, die gern Bücher wären“, dann sollte man dieses scheinbare Argument gegen E-Books flugs umkehren: Ja, natürlich sind E-Books keine Bücher – doch weder wollen noch können oder sollen sie es sein.

* Die Schrift habe ich für den Screenshot vergrößert, das Format ein wenig gestaucht, um die Größenanforderungen des Blogsystems zu erfüllen, aber der Umbruch, um den es geht: der ist genau so, wie ihn der Kindle produziert hat.