Adorno, Siebeck und so weiter
Montag, 10. November 2008, 16.19 Uhr | Giesbert Damaschke
Das Wochenende verbrachte ich im Nordkolleg Rendsburg bei einem Lektüre-Seminar zu Arno Schmidt. In einer der dort ausliegenden Kultur-Zeitschriften der Umgebung fand sich ein Artikel zu Wolfram Siebecks 80. Geburtstag. Überschrift: “Adorno mit dem Schneebesen”. Dieser bizarre Unfug sorgte für große Heiterkeit unter den Seminar-Teilnehmern und ich nahm mir vor, ihn als Beispiel für eine herausragend bescheuerte Headline anzuführen. Leider vergaß ich die Zeitschrift, aber vielleicht, dachte ich, haben die eine Webseite. Also googelte ich nach der Überschrift – und musste zu meiner Verblüffung feststellen, dass die abstruse Formulierung kein Betriebsunfall in einem überforderten Provonzfeuilletonistenhirn, sondern ein gängiger Spitzname für den Quatschkoch ist. Man lernt doch nie aus.





Ihr Kommentar
Ein Kommentar zu Adorno, Siebeck und so weiter
Alexander schreibt:
10. November 2008, um 21:47
Wenn im dpa-Geburtstagartikel steht, dass jemand von manchen X genannt wird, ist das eine Prophezeiung, die sich sehr schnell selbst erfüllt. (siehe auch: angebliche Berliner Spottnamen für Straßen und Gebäude)