Bye, bye Blu-ray

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 21.26 Uhr | Giesbert Damaschke

Das haben sie nun davon: Beim Kampf um High-Definition gibt es am Ende nur Verlierer. Mag Sony auch nach zähem Ringen HD-DVD besiegt und Blu-ray durchgesetzt haben – es ist ein Sieg, der letztlich nur auf dem Papier steht. Denn, so Robin Harris bei ZD-Net, auch ein Jahr nach dem Sieg spielt Blu-ray auf dem Markt mit einem Anteil von gerade einmal vier Prozent keine große Rolle. Und es sieht nicht aus, als würde sich daran viel ändern. Blu-ray ist zu teuer, die meisten Player taugen nichts, Lizensierung und Implementation sind “a bag of hurt” (Steve Jobs auf die Frage, warum Apple noch keine Blu-ray-Laufwerke einbaut) und die Verbraucher fragen sich zurecht, wo denn der tolle Mehrwert von Blu-ray liegen soll, für den sie bereit wären, ihre DVD-Sammlung wegzuwerfen und alles noch einmal von vorn zu kaufen. Ich für meinen Teil bleibe jedenfalls bei DVDs und warte einfach noch ein paar Monate ab.


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Ein Kommentar zu Bye, bye Blu-ray

pb schreibt:
30. Oktober 2008, um 23:05

Es war sehr einleuchtend, von VHS auf DVD umzusteigen. Keine Abnutzung durch Gebrauch, Bedienungskomfort wie bei einer CD, bessere Bildqualität, Tonspur und Untertitel häufig in mehreren Sprachen verfügbar, zudem wesentlich platzsparender als die klobigen Kassetten… lauter schlagende Argumente; kein Wunder, dass VHS schnell verdrängt wurde. Aber nun? Blu-ray hat keinen derartigen Sprung zu bieten. Der Bedarf an noch besserer Bildqualität ist wohl bei vielen Leuten nicht besonders gross, mir reicht jedenfalls DVD-Qualität völlig. Wesentlich komfortabler ist sie auch nicht. Ich nehme an, dass ähnlich wie bei der CD, für welche SACD und DVD-Audio nie zu einer ernsthaften Konkurrenz wurden, MP3 aber sehr wohl, viel eher das Internet sich künftig Stücke vom Kuchen abschneiden wird.