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	<title>Notizen</title>
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	<description>Glossen, Marginalien und Notizen von Giesbert Damaschke</description>
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		<title>Bauernfänger</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 16:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Da plumpst mir eine Mail ins Postfach, in dem mich der Novum Verlag („Verlag für neue Autoren“) dazu einlädt, „Texte für unsere novum Herbst-Anthologie 2012 einzusenden“. Bereits die Beschreibung der Anthologie zeigt, wohin die Reise geht (Hervorhebung von mir): Mit der Teilnahme an den Anthologien des novum Verlags, haben Autoren eine kostengünstige Möglichkeit, einen Auszug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da plumpst mir eine Mail ins Postfach, in dem mich der Novum Verlag („Verlag für neue Autoren“) dazu einlädt, „Texte für unsere novum Herbst-Anthologie 2012 einzusenden“. Bereits die Beschreibung der Anthologie zeigt, wohin die Reise geht (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>Mit der Teilnahme an den Anthologien des novum Verlags, haben Autoren eine <strong>kostengünstige Möglichkeit</strong>, einen Auszug ihres Könnens einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.</p></blockquote>
<p>Die „Teilnahmebedingungen“ lassen dann keine Fragen mehr offen. Da heißt es unter anderem:</p>
<ul>
<li><strong>Kosten:</strong> Euro 35,– exkl. MwSt. je Buchseite.</li>
<li><strong>Honorar:</strong> Beiträge in der Anthologie stellen eine Werbung für die Teilnehmer dar. Die Bezahlung eines Honorars ist leider nicht möglich.</li>
</ul>
<p>Da muss man schon arg verzweifelt sein und sich unbedingt gedruckt sehen wollen, um darauf einzugehen.</p>
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		<title>Zur Nachahmung empfohlen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 10:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine wegweisende Entscheidung der TU München: Aufgrund unzumutbarer Kosten und Bezugsbedingungen hat das Direktorium des Zentrums Mathematik beschlossen, alle abonnierten Elsevier-Zeitschriften ab 2013 abzubestellen. Zum Thema siehe auch: Der Riese als Vampir.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wegweisende Entscheidung der <a href="http://www.ma.tum.de/Mathematik/BibliothekElsevier">TU München</a>:</p>
<blockquote><p>Aufgrund unzumutbarer Kosten und Bezugsbedingungen hat das Direktorium des Zentrums Mathematik beschlossen, alle abonnierten Elsevier-Zeitschriften ab 2013 abzubestellen.</p></blockquote>
<p>Zum Thema siehe auch: <a href="http://www.damaschke.de/notizen/index.php/der-riese-als-vampir/">Der Riese als Vampir</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Piraten, FAZ und Hitler</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Lübberding hat in der FAZ eine neue Form des subitlen Hitlervergleichs gefunden: Er heißt Johannes Ponader und ist neuerdings politischer Geschäftsführer der Piraten. […] Er nennt sich „Gesellschaftskünstler“. Hier seien Beruf und Privatleben nicht zu trennen. Schon einmal gehört? Aus Wien? Von einem Postkartenmaler? […] Er bekäme „Sozialleistungen“. […] Immerhin besser als die Unterkunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/faz-net-fruehkritik-guenther-jauch-ein-stueck-in-vier-akten-11742405.html">Frank Lübberding hat in der FAZ</a> eine neue Form des subitlen Hitlervergleichs gefunden:</p>
<blockquote><p>Er heißt Johannes Ponader und ist neuerdings politischer Geschäftsführer der Piraten. […] Er nennt sich „Gesellschaftskünstler“. Hier seien Beruf und Privatleben nicht zu trennen. Schon einmal gehört? Aus Wien? Von einem Postkartenmaler? […] Er bekäme „Sozialleistungen“. […] Immerhin besser als die Unterkunft in einem Wiener Männerasyl als frühere Residenz mittlerweile verstorbener „Gesellschaftskünstler“, die später auf ihrem Lebensweg beschlossen, Politiker zu werden.</p></blockquote>
<p><strong>Update:</strong> Die FAZ hat die Anspielungen entfernt und entschuldigt sich nun:</p>
<blockquote><p>Anmerkung der Redaktion: In unserer Frühkritik befand sich eine unangemessene historische Anspielung, die wir nun entfernt haben und bedauern. Wir entschuldigen uns bei Herrn Ponader.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Keins von beidem</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/dau-dummster-anzunehmender-leser/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 14:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus einem Sprachquizz bei Focus Online: Richtig ist laut Focus online die erste Möglichkeit (das arabische Segelschiff wird „Dau“ geschrieben). Warum nun allerdings das „U“ eine Abkürzung für „Leser“ sein soll, verrät uns die Redaktion nicht. Bei Frage 10 geht es um die richtige Schreibweise von email, e-Mail oder E-Mail. Hier lernt man, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem Sprachquizz <a href="http://www.focus.de/schule/lernen/lernatlas/rechtschreibung/deutsch-in-zweifelsfaellen-wie-gut-ist-ihr-deutsch_aid_744376.html">bei Focus Online</a>:<br />
<img class="alignnone" src="/blogstuff/2012/04/dau.png" alt="Screenshot Focus Online Sprachquizz" width="497" height="190" /><br />
Richtig ist laut Focus online die erste Möglichkeit (das arabische Segelschiff wird „Dau“ geschrieben). Warum nun allerdings das „U“ eine Abkürzung für „Leser“ sein soll, verrät uns die Redaktion nicht.</p>
<p>Bei Frage 10 geht es um die richtige Schreibweise von email, e-Mail oder E-Mail. Hier lernt man, dass es „E-Mail“ heißen muss. Um dann auf die Frage 11 zu stoßen:</p>
<p><img class="alignnone" src="/blogstuff/2012/04/mail.png" alt="Screenshot Focus Online Sprachtest" width="497" height="190" /></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Antispam Bee statt Akismet</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/antispam-bee-statt-akismet/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 11:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.damaschke.de/notizen/?p=3855</guid>
		<description><![CDATA[Auf damaschke.de wurde lange Jahre das Antispam-Tool Akismet eingesetzt. Das Tool ist zwar äußerst effizient und sehr zuverlässig, hat aber einen Haken: Alle Kommentardaten (insbesondere die IP-Adresse) werden zur Analyse auf Servern in den USA gespeichert. Das aber widerspricht wohl den deutschen Datenschutzbestimmungen – zumindest solange ich die Besucher des Blogs nicht hinreichend darüber informiere. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf damaschke.de wurde lange Jahre das Antispam-Tool <a href="http://akismet.com/">Akismet</a> eingesetzt. Das Tool ist zwar äußerst effizient und sehr zuverlässig, hat aber einen Haken: Alle Kommentardaten (insbesondere die IP-Adresse) werden zur Analyse auf Servern in den USA gespeichert. Das aber <a href="http://faq.wpde.org/hinweise-zum-datenschutz-beim-einsatz-von-akismet-in-deutschland/">widerspricht wohl den deutschen Datenschutzbestimmungen</a> – zumindest solange ich die Besucher des Blogs nicht hinreichend darüber informiere.</p>
<p>Damit ich weiterhin mit Akismet arbeiten kann, müsste ich im Impressum von damaschke.de zum einen im üblichen Schwurbeldeutsch der Juristen auf das Tool hinweisen, zum anderen eine Checkbox in die Kommentare einfügen, mit deren Aktivierung sich die Kommentierenden mit der Speicherung der Daten einverstanden erklären.</p>
<p>Da wechsel ich doch lieber zu <a href="http://antispambee.de/">Antispam Bee</a>, das keine IP-Adressen speichert und laut Anbieter datenschutzkonform ist. Jetzt heißt es abwarten, ob das auch mit meinen angepassten Templates funktioniert.*</p>
<p>Nebenbei: Eine von mir häufig benutzte Mailadresse ist giesbert@gmail.com. Wer mir eine Mail an diese Adresse schickt, der schickt seine Daten  – also nicht nur die eigentliche Mail, sondern auch die Headerdaten mit den IP-Adressen aller am Versand beteiligten Systeme – an Google, wo alles auf Servern in den USA oder sonst wo gespeichert wird. Ist die Angabe von giesbert@gmail.com als Kontaktadresse datenschutzrechtlich also ebenfalls bedenklich, und müsste man da nicht auch den Absender vorab informieren, dass die Daten gespeichert werden? Und wie sieht das mit Accounts bei deutschen Proviern aus? Auch bei einer .de-Adresse  kann es ja durchaus passieren, dass eine Mail von Hamburg nach München aus technischen Gründen einmal über die USA geroutet wird.</p>
<p>Da wartet noch viel Arbeit auf die deutschen Datenschützer, bis sie dieses komische Internet endlich unter Kontrolle haben.</p>
<p><small><em>* Funktioniert. Während ich mir diesen Beitrag in der Vorschau ansehe, fällt mein Blick auf den Zähler am Fuß der Seite: „Von Antispam Bee gestoppte Spams: 3.“ Kurzer Kontrollblick im WP-Interface – ja, stimmt, das ist Spam. Also: Tschüss, Akismet.</em></small></p>
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		<title>Katzen, Captchas Kommentare</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/katzen-captchas-kommentare/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe für das Hyperland-Blog beim ZDF einen Beitrag zum Thema „Captchas“ geschrieben: Katzen, Captchas, Kommentare Captchas &#38; Co sollen dem Kommentarspam im Netz den Garaus machen, erreichen aber bestenfalls eine Schadensbegrenzung. Eine Lösung des Spamproblems ist allerdings auch noch nicht in Sicht, selbst wenn neue Ansätze dabei sogar zum letzten Mittel greifen: Katzenbilder!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe für das Hyperland-Blog beim ZDF einen Beitrag zum Thema „Captchas“ geschrieben:</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/04/katzen-captchas-kommentare/">Katzen, Captchas, Kommentare</a></strong></p>
<p>Captchas &amp; Co sollen dem Kommentarspam im Netz den Garaus machen, erreichen aber bestenfalls eine Schadensbegrenzung. Eine Lösung des Spamproblems ist allerdings auch noch nicht in Sicht, selbst wenn neue Ansätze dabei sogar zum letzten Mittel greifen: Katzenbilder!</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Hobble-Frank und das geistige Eigentum</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/der-hobble-frank-und-das-geistige-eigentum/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 22:54:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgang: Der Jakob Pfefferkorn alias „der dicke Jemmy“ ist dem Hobble-Frank ins Wort gefallen und hat einen Satz anders weitergeführt, als der sich das gedacht hat. Der Hobbel-Frank war zunächst still, um sich die Worte des Dicken zu überlegen; dann aber brach er zornig los: »Hören Sie, Herr Pfefferkorn, es ist sehre gut, daß wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgang: Der Jakob Pfefferkorn alias „der dicke Jemmy“ ist dem Hobble-Frank ins Wort gefallen und hat einen Satz anders weitergeführt, als der sich das gedacht hat.</p>
<blockquote><p>Der Hobbel-Frank war zunächst still, um sich die Worte des Dicken zu überlegen; dann aber brach er zornig los:</p>
<p>»Hören Sie, Herr Pfefferkorn, es ist sehre gut, daß wir noch keene Brüderschaft mitnander gemacht haben, denn jetzt würde ich sie off der Schtelle wieder aufheben, und das wäre doch eene Blamage und een ewiger Schandfleck für Ihr bürgerliches Wappenschild. Glooben Sie denn etwa, daß ich mir von Ihnen meine etymongolische Wortabstammung verderben lasse? Was fallen Sie mir denn eegentlich so in meine schönste Rede? Wenn Sie eenen Satz beenden wollen, so können Sie sich ihn ooch selber anfangen. Merken Sie sich das! Aber wenn ich der Anfänger bin, da schprech&#8217; ich ooch bis zu Ende, denn nachher ist der Satz mein geistiges und philosophisches Eigentum. Wenn ich in meiner scharfsinnigen, bescheidenen Weise die Elektricität mit eener Ohrfeige vergleiche, so haben Sie nich das mindeste Recht, sich wie een Räuberhauptmann meines Vergleiches zu bemächtigen. Eenen Pferdeschpitzbuben hängt man off; das ist so Savannengesetz, und wenn mir eener mit dem mir gehörigen Satz davonrennt, so schieß&#8217; ich ihn vom Pferde runter. Ich hab&#8217; eenen famosen Schluß konschtruieren wollen, aber sobald ich mit den richtigen Promissen fertig war, da haben Sie eene ganz falsche Konfusion hinten dran gehängt, und das verletzt mein logisches Zartgefühl off eene schauderhafte Weise. Ich bin – – –«</p>
<p>»Prämissen wollten Sie wohl sagen,« unterbrach Jemmy die geharnischte Rede. »Und Konfusion heißt es auch nicht, sondern Konklusion.« […]</p>
<p><small>Karl May, <em>Der Sohn des Bärenjägers</em> (1887)</small></p></blockquote>
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		<item>
		<title>Dr. May erklärt die Welt (14): Wie man sich anschleicht</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/dr-may-erklart-die-welt-14-wie-man-sich-anschleicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Anschleichen ist keineswegs eine leichte Sache. Wenn keine bedeutende Gefahr vorhanden ist, und man nicht Ursache hat, keine Spur zurückzulassen, so kann man ja auf Händen und Knieen vorwärts kriechen. Das gibt freilich eine sehr erkennbare Fährte, besonders im Grase. Ist man aber gezwungen, diese zu vermeiden, so geschieht die Fortbewegung nur mittels der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dieses Anschleichen ist keineswegs eine leichte Sache. Wenn keine bedeutende Gefahr vorhanden ist, und man nicht Ursache hat, keine Spur zurückzulassen, so kann man ja auf Händen und Knieen vorwärts kriechen. Das gibt freilich eine sehr erkennbare Fährte, besonders im Grase. Ist man aber gezwungen, diese zu vermeiden, so geschieht die Fortbewegung nur mittels der Fingerspitzen und Zehen. Da man dabei die Arme und Beine lang ausstrecken muß, damit der Körper ganz nahe an den Erdboden, den er aber ja nicht berühren darf, gehalten werde, so ruht die ganze Last desselben eben nur auf den Finger-und Zehenspitzen. Dies auch nur für eine kurze Zeit auszuhalten, dazu gehört eine ungewöhnliche Körperkraft, Gewandtheit und langjährige Uebung. Wie die Schwimmer von einem Schwimmkrampfe sprechen, so reden die Westmänner von einem Anschleichekrampfe, welcher gar nicht weniger gefährlich ist als der erstere.</p>
<p>Er kann ja die Entdeckung und den sicheren Tod zur Folge haben.</p>
<p>[…]</p>
<p>Hat man sich an ein Lager geschlichen, so beginnt bei der Rückkehr erst der anstrengendste und schwierigste Teil des Unternehmens. Niemand soll erfahren, daß man hier gewesen ist. Darum muß man, indem man sich auf allen Vieren, und mit den Füßen voran, rückwärts bewegt, jeden Eindruck auslöschen, welchen man hervorgebracht hat. Dies geschieht mit der rechten Hand, indem man auf den beiden Fuß- und auf den Fingerspitzen der linken Hand das Gleichgewicht erhält. Wer es einmal versucht, in dieser schwierigen Stellung auch nur eine Minute lang zu verharren, der wird bald einsehen, welche fürchterliche Anstrengung es dem Jäger verursacht, vielleicht stundenlang in derselben zu verbleiben.</p>
<p>So war es auch hier.</p>
<p><small>Karl May, <em>Der Sohn des Bärenjägers</em> (1887)</small></p></blockquote>
<p><a href="http://www.damaschke.de/notizen/index.php?s=Dr.+May">Weitere Welterklärungen von Dr. May</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die National Library of Ireland stellt die Notizbücher von James Joyce ins Netz</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/die-national-library-of-ireland-stellt-die-notizbucher-von-james-joyce-ins-netz/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 20:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2002 kaufte die National Library of Ireland für 12,6 Millionen Euro die handschriftliche Notizen von James Joyce aus den Jahren 1903 bis 1928: The collection includes notes and early drafts of Ulysses and Finnegans Wake, as well as earlier notes by Joyce from between 1903 and 1928. Two of the notebooks include the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2002 kaufte die National Library of Ireland für 12,6 Millionen Euro die handschriftliche Notizen von James Joyce aus den Jahren 1903 bis 1928:</p>
<blockquote><p>The collection includes notes and early drafts of Ulysses and Finnegans Wake, as well as earlier notes by Joyce from between 1903 and 1928. Two of the notebooks include the earliest surviving sets of notes, and there are drafts of nine separate episodes of Ulysses. (<a href="http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2012/0412/1224314641103.html">Irish Times</a>)</p></blockquote>
<p>Dieser Schatz kann nun in sorgfältigen Scans online eingesehen werden: <a href="http://catalogue.nli.ie/Record/vtls000194606">The Joyce Papers 2002, c.1903-1928</a>.</p>
<p>Eigentlich wollte die Library of Ireland das Material erst im Juni (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bloomsday">Bloomsday</a>, Sie wissen schon) zugänglich machen, sah sich aber zu dem überstürzten Handeln gezwungen. Denn die Notizen gibt es inzwischen auch im Druck – und wer bislang unpublizierte Texte eines gemeinfreien Autors erstmals publiziert, hat 25 Jahre lang das Copyright an den Texten.</p>
<p>Die Bibliothek hätte also in die Situation geraten können, dass sie die teuer bezahlten Notizbücher überhaupt nicht hätte veröffentlichen dürfen.</p>
<p>Mehr zu den Hintergründen findet sich bei der <a href="http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2012/0412/1224314641103.html">Irish Times</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Riese als Vampir</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/der-riese-als-vampir/</link>
		<comments>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/der-riese-als-vampir/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 23:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe für das Hyperland-Blog des ZDF einen Beitrag zu einem Thema geschrieben, das mich schon seit längerem &#8211; ach was, seit Jaaahren aufregt, nämlich die Geschäftspraktiken der Wissenschaftsverlage: Wissen muss frei sein. Anlass ist der aktuelle Aufruf zum Boykott des Branchen-Riesen Elsevier, den Anatol Stefanowitsch in einem öffentlichen Google+-Posting als „Vampir“ bezeichnet hat. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe für das Hyperland-Blog des ZDF einen Beitrag zu einem Thema geschrieben, das mich schon seit längerem &#8211; ach was, seit Jaaahren aufregt, nämlich die Geschäftspraktiken der Wissenschaftsverlage: <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/02/wissen-muss-frei-sein/">Wissen muss frei sein</a>.</p>
<p>Anlass ist der aktuelle <a href="http://thecostofknowledge.com/">Aufruf zum Boykott</a> des Branchen-Riesen Elsevier, den Anatol Stefanowitsch in <a href="https://plus.google.com/u/0/110709408825070411070/posts/eQpnuk1hkFF">einem öffentlichen Google+-Posting</a> als „Vampir“ bezeichnet hat. Es ist immer schön, wenn man in einem eher unpersönlichen Beitrag für einen Auftraggeber jemanden zitieren kann, der einem die Formulierung abnimmt 8-).</p>
<p>Ich selbst habe nur in zwei Fällen Erfahrung mit diesen ganz speziellen Verlagen gemacht. Zum einen bei der Mitarbeit an einem Literaturlexikon, bei dem ich sowohl den Namen als auch den Verlag und meine (natürlich honorarfrei) beigesteuerten Artikel sowieso schon längst vergessen habe (ich weiß nicht einmal, ob das Lexikon je erschienen ist). Zum anderen ist da der Druck meiner Dissertation, deren Verlagsvertrag vom 15. November 1989 mir kürzlich beim Aufräumen zufällig in die Hände fiel. Meine Güte, was war ich damals naiv!</p>
<p>Meine Dissertation zu Wilhelm Raabes „Krähenfelder Geschichten“ (die kennen Sie nicht? Sofort lesen! Also die Erzählungen, meine Diss können Sie getrost ignorieren) erschien bei einem namhaften Verlag, der sich den Druck der Arbeiten von seinen Autoren über einen „Druckkostenzuschuss“ finanzieren lässt.</p>
<p>Ich habe seinerzeit pro Druckseite 6 sFr gezahlt. Die genaue Summe ist im Vertrag nicht vermerkt, aber die Arbeit hat 273 paginierte Seiten, ich werde also so um die 1.300 sFr gezahlt haben (genauer: meine Eltern haben das gezahlt, ich hatte seinerzeit überhaupt nicht die notwendigen Mittel). „Druckseiten“ heißt in diesem Fall übrigens: fotomechanische Reproduktion meines Manuskripts. Nicht, dass da jemand auf die Idee kommt, der Verlag hätte einen Setzer oder gar einen Lektor bezahlt. Die zwölf Pflichtexemplare, die ich bei der Uni Bonn einreichen musste, musste ich dem Verlag zum „Selbstkostenpreis“ abkaufen (dergleichen gehört normalerweise zu den Belegexemplaren, die der Verlag seinem Autor schickt).</p>
<p>Der Vertrag sieht vor, dass ich für die ersten hundert Exemplare 10% für jedes verkaufte Exemplar bekommen habe, für das 101. bis 200. Exemplar 15%. Die Auflage war auf 270 Exemplare begrenzt, von denen 200 in den Verkauf gingen. Der Verlag ging wohl nicht davon aus, mehr als 200 Exemplare meiner Dissertation verkaufen zu können. Warum auch? Das Teil war schon durch den Druckkostenzuschuss und die Pflichtexemplare, die die Universitäten kaufen müssen, finanziert – es bestand kein Grund, sich ernsthaft um den Vertrieb des Buches zu kümmern. Wieviel, je nun, „Honorar“ ich vom Verlag bekommen habe, weiß ich heute nicht mehr, ich kann mich aber daran erinnern, dass ein paar Hundert DM zurückflossen, aber natürlich bei weitem nicht genug, um den Deal mit einer „schwarzen Null“ abzuschließen. (Ich weiß leider auch nicht mehr, zu welchem Preis das Buch seinerzeit verkauft wurde. Ich weiß nur noch, dass ich über die Höhe ziemlich erstaunt war.)</p>
<p>Seither habe ich allen, die mich fragten, dringend davon abgeraten, ihre Dissertation bei einem der üblichen Verlage drucken zu lassen und statt dessen <a href="http://www.bod.de/index.html">Books on Demand</a> empfohlen (inzwischen gibt es vermutlich auch andere Alternativen, da bin ich nicht mehr im Thema). In mindestens einem Fall war ich damit erfolgreich; das wird mir dereinst mal als eine meiner wenigen guten Taten angerechnet werden, da bin ich mir sehr sicher.</p>
<p>Das ganze unselige Verhältnis zwischen Publiktionszwang der Wissenschaftler und den Wissenschaftsverlagen hat Mike Taylor in seiner schönen <a href="http://www.guardian.co.uk/science/blog/2012/feb/10/parable-farmers-teleporting-duplicator">Parable of the farmers and the Teleporting Duplicator</a> für den Guardian auf den Punkt gebracht. „And somewhere far away, his head in his hands, the wizard wept.“ Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.</p>
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