Kein Grund zur Panik

Mittwoch, 15. Oktober 2008, 18.42 Uhr | Giesbert Damaschke

Wieder einmal wird das Ende des gedruckten Buches ausgerufen, dieses Mal sollen die Totengräber Amazon Kindle oder Sony PRS-505 heißen. Und wie jedes Mal in den letzten rund 15 Jahren wird es auch dieses Mal nichts mit dem Ende des Buches werden. Christian Stöcker fasst bei Spiegel Online die Gründe zusammen:

Das Buch hat noch ein langes Leben vor sich. Nicht nur, wie in diesen Tagen vielerorts zu lesen ist, weil Papier so schön raschelt, nicht wegen Goldschnitt, Ledereinbänden, charmanten Buchhändlerinnen und haptischen Qualitäten. Sondern weil es keinen Strom braucht, nicht kaputtgeht, wenig kostet, einfach zu bedienen ist – und ohne Hilfsmittel perfekt funktioniert.


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2 Kommentare zu Kein Grund zur Panik

Werner schreibt:
16. Oktober 2008, um 11:33

Ich stimme Christian Stöcker voll zu: Man wird zukünftig unterscheiden zwischen Literatur, die man gelegentlich einmal braucht, oft nur ein einziges Mal, oder wo man nur “schnell mal nachschauen” muss. Hier, bei der “Einweg-Literatur”, hat die elektronische Form ihren großen Vorteil. Und dann natürlich ist das Internet als “unendlich große Bibliothek” in der man (fast) alles finden kann unschlagbar.
Daneben gibt es aber auch Literatur die einen durchs Leben begleitet; oft sogar leitet. Für mich die Art Bücher die man mit auf die berühmte EINSAME INSEL mitnehmen würde. Und hier, meine ich, ist das klassische gedruckte Werk unverzichtbar, eben wegen der von Stöcker genannten Qualitäten. Und weiterhin: Weil diese Bücher (zumindest von mir) nicht einfach nur bedrucktes Papier sind, sondern eine Art eigene Wesen.

Über Kunstbände und deren technische Vorteile gegenüber digitalen Bildern sei noch nciht gesprochen; das sollen Berufenere als ich tun…

TJ schreibt:
16. Oktober 2008, um 19:41

Neben den unterschiedlichen Medien bereiten mir ja die restriktiven “Copyrightideen” der Hersteller eine ganze Menge Kopfzerbrechen.
Ich könnte mir so ein Lesegerät als Ergänzung gut vorstellen (z.B. Zugfahrten und dabei eine Menge Literatur dabei haben).

Die in einer Kampagne hat die FSF die ganze Misere beim Kindle gut zusammengefasst:
http://www.defectivebydesign.org/blog/1097