Pegagasus
Donnerstag, 16. Juli 2009, 14.19 Uhr | Giesbert Damaschke
Tippfehler sind unvermeidlich. Dafür gibt es die Rechtschreibkorrektur, das Korrekturlesen und schießlich noch die Schlussredaktion. Doch das hilft auch nicht immer, wie mein Lieblingsfehler eindrucksvoll belegt.
1998 kam mein erstes Buch auf den Markt: So funktioniert E-Mail. Ein visueller Streifzug durch die elektronische Post. In dem Buch erläuterte ich nicht nur die technischen Grundlagen von E-Mail, sondern stellte auch verschiedene Mailprogramme vor. Und dabei unterlief mir ein fetter Fehler, bei dem mir immer noch rätselhaft ist, wie er es bis in den Druck schaffen konnte.
Im Inhaltsverzeichnis sieht alles noch richtig aus:

Doch auf Seite 138 verdutzt einen diese Überschrift:






Ihr Kommentar
3 Kommentare zu Pegagasus
Georg schreibt:
16. Juli 2009, um 15:07
Wie sagte mein Verleger mal: Das fehlerfreie Buch ist noch nicht erfunden worden.
noribori schreibt:
17. Juli 2009, um 13:00
Prof. Alan Snyder arbeitet jedenfalls an Abhilfe. Seine Denkkappe soll durch magnetische Stimulation das Genie in uns allen freischalten, indem die ständig laufenden Filterprozesse unterdrückt werden. Ob das mit dem Genie auf Knopfdruck wirklich so einfach ist, sei mal dahingestellt, aber zum Korrekturlesen scheint seine Kappe ganz wunderbar geeignet zu sein.
Snyder hat Versuchspersonen bekannte Sprichwörter vorgelegt, z.B.
A bird in the
the hand is worth
two in the bush.
Die meisten Leser überlesen das doppelte “the”, mit eingeschalteter Denkkappe hingegen werden solche Verdoppelungen deutlich häufiger erkannt.
(Das erklärt auch, warum Pegagasus kaum auffällt: das Wort Pegasus kennt jeder und es gibt keine ähnlich klingenden Wörter, so dass man umso schneller darüberliest. Bei Oinonomaos Mail wäre der Fehler wohl aufgefallen.)
http://www.youtube.com/watch?v=KwcVwP6pX94
http://www.centreforthemind.com/images/savantskills.pdf
noribori schreibt:
17. Juli 2009, um 13:21
Grmpf, er heißt Allan Snyder.