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	<title>Kommentare zu: Über die angeblichen Twitter-Romane</title>
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	<description>Glossen, Marginalien und Notizen von Giesbert Damaschke</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 06:53:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/comment-page-1/#comment-63345</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 17:40:04 +0000</pubDate>
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		<description>Über Begriffe streiten ist uninteressant. Wer die fortlaufende Veröffentlichung von Stummelsätzen per Twitter als T-Roman bezeichnet, kann das von mir aus gerne tun. Die Frage wäre nur: Schreibt dann nicht sowieso schon jeder seinen eigenen T-Roman?
Literarisch interessanter sind sicherlich die Möglichkeiten, die sich aus den Merkmalen und Topoi des Mediums ergeben. In meinen Augen wäre ein T-Roman vor allem Präsenz, also die Vorstellung, dass jeder Tweet sich Jetzt ereignet (vergl. Bundesliga-Live-Ticker). Ferner die Stimmen, die sich von außen einmischen oder sogar parallel laufen (Polyphonie), d.h. der Autor könnte z.B. an 10 Accounts parallel schreiben, die sich dann an irgendwelchen Ereignispunkten berühren (&quot;Tauben im Gras&quot; als Vorlage?). Da kommt man dann zu Roman-Formen, an denen Arno Schmidt seine Freude und seine kalkulatorische Herausforderung gehabt hätte. Und natürlich &quot;top-modern&quot; in der Darstellung der Spannung zwischen Bewusstseinskonvergenz und -divergenz. Wie ein Theaterstück, wo alle durcheinandersprechen/aneinander vorbeisprechen und sich nur ab und zu sich einmal für einen Halbsatz zuwenden. Sehnsucht nach Verbindung bei gleichzeitigem hilflosen Gefangensein in seinem eigenen unglücklich-witzelnden Narzissmus. &quot;Chronologie des laufenden Schwachsinns&quot; ...
So ein T-Roman wäre aber eben nicht so einfach zu haben wie &quot;ich fantasiere jeden Tag 1 Tweet und irgendwas wird schon herauskommen&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Über Begriffe streiten ist uninteressant. Wer die fortlaufende Veröffentlichung von Stummelsätzen per Twitter als T-Roman bezeichnet, kann das von mir aus gerne tun. Die Frage wäre nur: Schreibt dann nicht sowieso schon jeder seinen eigenen T-Roman?<br />
Literarisch interessanter sind sicherlich die Möglichkeiten, die sich aus den Merkmalen und Topoi des Mediums ergeben. In meinen Augen wäre ein T-Roman vor allem Präsenz, also die Vorstellung, dass jeder Tweet sich Jetzt ereignet (vergl. Bundesliga-Live-Ticker). Ferner die Stimmen, die sich von außen einmischen oder sogar parallel laufen (Polyphonie), d.h. der Autor könnte z.B. an 10 Accounts parallel schreiben, die sich dann an irgendwelchen Ereignispunkten berühren (&#8220;Tauben im Gras&#8221; als Vorlage?). Da kommt man dann zu Roman-Formen, an denen Arno Schmidt seine Freude und seine kalkulatorische Herausforderung gehabt hätte. Und natürlich &#8220;top-modern&#8221; in der Darstellung der Spannung zwischen Bewusstseinskonvergenz und -divergenz. Wie ein Theaterstück, wo alle durcheinandersprechen/aneinander vorbeisprechen und sich nur ab und zu sich einmal für einen Halbsatz zuwenden. Sehnsucht nach Verbindung bei gleichzeitigem hilflosen Gefangensein in seinem eigenen unglücklich-witzelnden Narzissmus. &#8220;Chronologie des laufenden Schwachsinns&#8221; &#8230;<br />
So ein T-Roman wäre aber eben nicht so einfach zu haben wie &#8220;ich fantasiere jeden Tag 1 Tweet und irgendwas wird schon herauskommen&#8221;.</p>
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	<item>
		<title>Von: blog and twitter fiction</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/comment-page-1/#comment-62629</link>
		<dc:creator>blog and twitter fiction</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:54:55 +0000</pubDate>
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		<description>[...] http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] <a href="http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/'>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/</a> [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Changement &#187; Interaktive Nutzung von Twitter in Form eines Romans?</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/comment-page-1/#comment-59977</link>
		<dc:creator>Changement &#187; Interaktive Nutzung von Twitter in Form eines Romans?</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 20:04:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Literaturform, die anderen kritisieren den oberflächlichen Einsatz von Twitter. So habe ich einen Blogartikel gefunden, der auch meine Meinung repräsentiert: In Twitter-Romanen werden lediglich einzelne [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Literaturform, die anderen kritisieren den oberflächlichen Einsatz von Twitter. So habe ich einen Blogartikel gefunden, der auch meine Meinung repräsentiert: In Twitter-Romanen werden lediglich einzelne [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Harald Havas</title>
		<link>http://www.damaschke.de/notizen/index.php/uber-die-angeblichen-twitter-romane/comment-page-1/#comment-59045</link>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 09:24:55 +0000</pubDate>
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		<description>Als Autor eines dieser Twitter-Romane (www.twitter.com/wrz_der_weise) kann ich dem nicht ganz zustimmen.
Sicher ein &quot;reiner&quot; Twitter-Roman müßte sich all der genannten Ingredienzien bedienen, dennoch...
Ich schreibe &quot;spontan&quot; täglich an der Fortsetzung; einen größeren - aber flexiblen - Plan habe ich nur im Hinterkopf. Gut, das könnte ich auch in Form eines Tagebuches oder Blogs machen.
Gleichzeitig wird mein Schreiben aber sehr stark durch die 140-Zeichen-Beschränkung von Twitter bestimmt. Und durch die Annahme eines täglichen &quot;Häppchens&quot;-Lesers. Dh. würde ich die Story nicht auf Twitter schreiben, würde sie ganz anders ausfallen. Ob ich deshalb eine neue Romankategorie miterfinde? Vermutlich nicht. 
Aber formal - und pragmatisch - ist ein Roman, den ich auf Twitter verfasse für mich ein &quot;Twitter-Roman&quot;. Ich erlaube mir also deshalb vorerst bei dieser Benamsung zu bleiben.
H. Havas</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als Autor eines dieser Twitter-Romane (www.twitter.com/wrz_der_weise) kann ich dem nicht ganz zustimmen.<br />
Sicher ein &#8220;reiner&#8221; Twitter-Roman müßte sich all der genannten Ingredienzien bedienen, dennoch&#8230;<br />
Ich schreibe &#8220;spontan&#8221; täglich an der Fortsetzung; einen größeren &#8211; aber flexiblen &#8211; Plan habe ich nur im Hinterkopf. Gut, das könnte ich auch in Form eines Tagebuches oder Blogs machen.<br />
Gleichzeitig wird mein Schreiben aber sehr stark durch die 140-Zeichen-Beschränkung von Twitter bestimmt. Und durch die Annahme eines täglichen &#8220;Häppchens&#8221;-Lesers. Dh. würde ich die Story nicht auf Twitter schreiben, würde sie ganz anders ausfallen. Ob ich deshalb eine neue Romankategorie miterfinde? Vermutlich nicht.<br />
Aber formal &#8211; und pragmatisch &#8211; ist ein Roman, den ich auf Twitter verfasse für mich ein &#8220;Twitter-Roman&#8221;. Ich erlaube mir also deshalb vorerst bei dieser Benamsung zu bleiben.<br />
H. Havas</p>
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