Wochenlinks #25
Sonntag, 21. Juni 2009, 19.02 Uhr | Giesbert Damaschke
God is imagniary – „It is easy to prove to yourself that God is imaginary. The evidence is all around you. Here are 50 simple proofs“.
Alles Lüge – Christian Schlüter in der FR über den inzwischen komplett durchdrehenden Dieter Gorny.
Musikindustrie profitiert von Online-Piraterie – Die passende Studie zum Schwurbel des Herrn Gorny.
„Der Preis von Ideen ist gleich null“ – Interview mit Christian Engström, dem ersten Europa-Abgeordneten der Piratenpartei.
Die digitale Dimension lässt die Verleger erbleichen – Wolfgang Schneiders Notizen zur Jahrestagung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Berlin.
C64 als iPhone-App – Zu schade, dass Apple dieses Programm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zulassen wird.
Nebenverdienste: Wie Fernsehmoderatoren ihre Prominenz vermarkten – Der Bericht bei Zapp sorgte nicht nur in der Branche für etwas Unruhe.
Presserabatte: Wie Journalisten um Prozente feilschen – Ich habe nie so recht verstanden, warum man als Journalist nun partout einen Sonderrabatt eingeräumt bekommen soll.





Ihr Kommentar
4 Kommentare zu Wochenlinks #25
Bonaventura schreibt:
21. Juni 2009, um 19:56
It is easy to misuse the word proof. The evidence is all around you. Here are 50 simple examples.
Giesbert Damaschke schreibt:
21. Juni 2009, um 21:28
Ja, so muss man das wohl sehen. Die Borniertheit und Gedankenkürze der wiesollmansagen Rationalisten ist immer wieder erstaunlich. Kürzlich las ich einen Beweis, dass es keine Vampire geben könne, weil es sonst schon lange keine Menschen mehr gäbe. Dabei war lediglich die Prämisse falsch (jeder vom Vampir gebissene wird automatisch zum Vampir, da hätte man nur Buffy sehen müssen, um zu wissen, dass es nicht so ist: „mostley they just kill you“) – Da feiert das vorkritische Bewusstsein fröhliche Urständ’.
CoolCat schreibt:
22. Juni 2009, um 9:20
Den letzten Kommentar verstehe ich nicht so ganz.
Noch habe ich die Hoffnung, dass er ironisch sein soll.
Oder zeugt es von kritischem Bewusstsein, wenn man an die Existenz von Vampiren und/oder Gott glaubt?
Es gilt ja nicht, einen Negativbeweis zu führen, sondern wir warten doch immer noch auf den Positivbeweis.
Solange er nicht geliefert wird, können wir Agnostiker uns bequem zurücklehnen.
Und dabei bin ich gar nicht so ein Rationalist, sondern glaube sehr wohl an die Macht der Gefühle und an spürbare
vibrations…
Außerdem stört mich der Apostroph bei Urständ.
Das kommt nicht aus dem Bairischen, und es fehlt kein Plural-e.
Das ist Fem. Sg. und kommt fast unverändert von ahd.
irstendi/urstendi = Auferstehung.
Giesbert Damaschke schreibt:
22. Juni 2009, um 10:22
Den Kommentar habe ich gestern abend auf dem iPhone getippt und hatte mir schon gedacht, dass er missverständlich ist. 8-) –– Nein, es zeugt natürlich nicht von kritischem Bewusstsein, an Vampire zu glauben. Aber wenn man sich schon, so, wie der Skeptical Inquirer darauf einlässt, über die Existenz von Vampiren nachzudenken, dann sollte man aufpassen, was genau man denn eigentlich widerlegt bzw. beweist (in diesem konkreten Fall nur, dass einige postulierte Prämissen falsch sein müssen – daraus auf die Nicht-Existenz von Vampiren zu schließen, ist kühn; diesen voreiligen Schluss auch noch als Beweis auszurufen, dumm). Der ironische Hinweis auf Buffy sollte nur zeigen, dass die Quelle, auf die der Inquirer sich stützt, unzuverlässig bzw. unvollständig ist. Und wie man auch nur für eine Sekunde auf die Idee kommen kann, man würde mit derlei Spielereien einen Gläubigen zum Nicht-mehr-Glauben bewegen können, erschließt sich mir erst recht nicht. Das ist schon eine sehr naive, unreflektierte Position. (Das gilt natürlich auch für die 50 Beweise.)