IP-Voodoo

Samstag, 3. November 2007, 7.10 Uhr

Elke Wittich hat in der aktuellen Ausgabe der Jungle World einen Artikel über den erstaunlich leichtfertigen Umgang der Netznutzer mit ihren privaten Daten geschrieben: Privatsphäre 2.0. Der Text ist ganz ok (wenn mir auch der Ratschlag, man solle in Blogs & Foren »grundsätzlich nicht unter richtigem Namen« schreiben, eher kontraproduktiv scheint, aber nun gut).

An einer Stelle fällt die Autorin allerdings auf das übliche IP-Voodoo herein:

Über den Anbieter Ipsearch.com können Betreiber herausfinden, welchen Internetdienst man benutzt und auch, aus welcher Stadt man kommt. Die neueste Demo-Version, www.ip2location.com/1.2.3.4, zeigt zusätzlich den Längen-und Breitengrad an, bislang nur in einer groben Variante, die auf das Zentrum des jeweiligen Ortes verweist – in Zukunft könnten allerdings auch Stadtteile oder sogar die Straße, in der ein User wohnt, so ermittelbar sein.

Nein, das wird auch in Zukunft nicht passieren. Die User haben schließlich keine Standleitung mit fester IP und die Provider werden den Teufel tun und die aktuelle lokale Zuteilung der IPs aus ihrem IP-Pool öffentlich machen.