Keine Kleinen

Freitag, 15. Dezember 2006, 14.03 Uhr

Auch wenn das Klischee der maßkrugstemmenden Bayern nicht stimmt, eines stimmt doch: hier in Bayern trinkt man Bier aus etwas größeren Gläsern als anderswo. Denn hierzulande gibt es noch echte Halbe, sprich: halbe Liter, wo andernorts schon längst nur noch 0,4 (die »Preußn-Halbe«) ausgeschenkt wird.

Wer ein kleines Bier haben möchte (also 0,25 oder 0,3), muss entweder Glück haben. Dann hat der Wirt kleine Gläser vorrätig und schenkt, wenn auch widerwillig, ein kleines Bier aus. Oder er bestellt einen Schnitt. Oder es passiert ihm das, was einem Gast in einem Wirtshaus im Münchner Umland passierte. Der bestellte ein kleines Bier und wartete. Nach zehn Minuten wiederholte er seine Bestelltung. Nach 20 Minuten erneut. Nach 30 Minuten fragte er, wo denn nun sein kleines Bier bleibe. Da raunzte ihn die Kellnerin mit echt bayerischem Charme an: »Du wartest jetzt so lange, bis Du Durst hast und eine Halbe bestellst«.


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