Mein E-Mail-Blues

Montag, 9. Januar 2006, 20.56 Uhr

Seit einiger Zeit arbeite ich auf zwei Plattformen. Daheim steht ein feines Apple Powerbook, im Büro werkelt der Windows-PC. Mittelfristig ist der Umstieg zu Mac OS X geplant – ein FreeBSD mit dem besten GUI der Welt, was will man mehr? Eigentlich hätte ich Windows schon längst den Laufpass gegeben, lägen da nicht so lästige Stolpersteine im Weg wie etwa die Suche nach einem guten Mailprogramm. Gut heißt: Unterstützung aller Mailstandards, effiziente Filter, Vorlagen und Makros und, ganz wichtig, einen Editor, der seinen Namen verdient. Bislang habe ich beim Mac nichts gefunden, was mich wirklich überzeugt: Thunderbird? Ist kein natives Mac-Programm und der Editor lässt doch sehr zu wünschen übrig. Apple Mail? Schönes Programm, aber auch hier überzeugt der Editor nicht. Mailsmith? 100 US-Dollar ist ein bisschen teuer für einen Mailer, der weder IMAP beherrscht noch HTML-Mail. Entourage? Ich suche wirklich nur einen Mailer, keinen PIM. Eudora? Mochte ich schon unter Windows nicht. Und die Suche nach dem richtigen Mailprogramm ist nur das erste Problem – der Datenimport steht mir noch bevor. Dabei könnte alles so einfach sein: Ein schlanker Mailer, der externe Editoren einbinden kann und seine Mails in einem offenen Datenformat, idealerweise in einer MySQL-Datenbank, ablegt. Das kann doch nicht so schwer sein. Also – wer macht’s? Ich melde mich schon mal als Betatester.

Zuerst erschienen in: Internet Professionell, 1/2006