München (2005)

Sonntag, 25. Februar 2007, 20.56 Uhr

Seitdem ich nicht mehr ins Kino komme, bin ich auf meine DVDs angewiesen. Da guck ich zwar eher Serien, aber ab und an auch einen Film. Gestern zB München von Spielberg.

Ein sehr deprimierender Film. Und ein sehr guter. Hier gibt’s keine einfachen Antworten, hier gibt’s noch nicht einmal einfache Frage. Der Film ist so erstaunlich behutsam in allen, sagen wir mal „politischen“ Dingen, dass ich rückblickend die Aufregung nicht so ganz verstehe (wenn ich mich da richtig erinnere, wurde ihm vorgeworfen, er sei anti-israelitisch).

Aber vielleicht ging es seinerzeit ja genau darum, dass der Film sich einfachen Lösungen verweigert. Bzw., je nach Standpunkt: verschweigt, ausblendet, verleugnet. Was er natürlich nicht tut und zu seiner Komplexität gehört.

(Btw – der Film hat mir auch gezeigt, wie wenig bis nichts ich eigentlich weiß, von Israel, der PLO. Und von München 1972.)

„You know, there will be no peace at the end of this“ sagt Avner am Schluss zu Ephraim. Avner geht links aus dem Bild, Ephraim rechts. Die Kamera folgt Avner und bekommt so eher zufällig die beiden intakten TwinTowers ins Bild, auf denen sie für den Abspann stehen bleibt. Ein herzzerschneidendes Ende eines großen Films.