Qualitätsjournalismus

Mittwoch, 1. November 2006, 10.11 Uhr

Thomas E. Schmidt in der Zeit über die PR-Kampagne zu Gerhard Schröders Memoiren:

Ein Vertrag mit Hoffmann und Campe regelte sodann mit Bild und Spiegel, dass bis Montag null Uhr kein Schröder-O-Ton erscheinen sollte. Weil der Spiegel Honorar für zwei Folgen Vorabdruck bezahlt hatte, durfte das Nachrichtenmagazin mit einem Exklusivinterview zusätzlichen Prestigewert anhäufen. Die Bild-Zeitung hatte ihre fünf Folgen umsonst bekommen, drehte zum Ausgleich dafür aber einen Werbespot mit Gerhard Schröder in der Hauptrolle. Der Spot tauchte dann sogar als erste Meldung der Tagesschau auf. Wenn’s ums Geld geht, sagen Bilder mehr als Worte.

Merke: Öffentlich-rechtlicher Qualitätsjournalismus ist, wenn man Werbespots der Bild-Zeitung in der Tagesschau zeigt.


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