Öffentlich-rechtliche Dreistigkeit

Montag, 5. Mai 2008, 17.24 Uhr

Wirklich kreativ werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkmogule nur, wenn es darum geht, Pfründe zu sichern. Dass man das Werbeverbot nach 20.00 Uhr durch eine simple Umbenennung von „Werbung“ in „Sponsoring“ aushebelt, ist eigentlich schon dreist genug. Aber man kann immer noch eins draufsetzen:

Werbung sei heute für die gesamte Gesellschaft prägend und damit auch ein starkes Element von Programminhalten im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen, meinte dagegen der ARD-Vorsitzende Raff.

(Spiegel Online)

Auf allzu nahe liegende Wortspiele mit dem Nachnamen des ARD-Vorsitzenden soll an dieser Stelle verzichtet werden.

UpdateFritz Raff ist übrigens keine Ausnahme, sondern die Regel. Sein Kollege, Peter Boudgoust vom SWR, gab im SZ-Interview im September 2007 folgendes zum Besten:

Ich bin kein Freund des Werbeverzichts, weil Werbung zur Modernität einer Gesellschaft im 21. Jahrhundert gehört.


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