You. Sie. Du.

19. September 2012, 23.54 Uhr

Immer wieder ein Stolperstein bei der Übersetzung aus dem Englischen: die deutsche Trennung von Du und Sie. Über ein hübsches Beispiel bin ich heute zufällig bei der Übersetzung von Charles Dickens’ „Bleak House“ gestolpert.

„I hope, sir—“ said I.
„I think you had better call me guardian, my dear.“

Charles Dickens, Bleak House, 1852/53

„Ich hoffe, Sir …“, sagte ich.
„Wollen Sie mich nicht lieber Vormund nennen, liebe Esther?“

Übersetzung von Richard Zoozmann, 1990

„Ich hoffe, Sir, daß …“
„Wollen Sie mich nicht du und Vormund nennen, liebe Esther?“

Übersetzung von Gustav Meyrink, um 1915

 

Übrigens – das Problem haben nicht nur Übersetzer, auch deutsche SciFi-Autoren.

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Vorwärtsverteidigung

30. Juli 2012, 20.55 Uhr

Aktuelle Ausschnitte von www.neckermann.de:

Screenshot neckermann.de

 

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Google Books

9. Juli 2012, 9.25 Uhr

Bei Google Books versehentlich eingescannte Finger Die Scanarbeiten bei Google Books sind sicherlich im hohen Maße automatisiert, anders ließe sich das Pensum ja gar nicht bewältigen. Aber manchmal muss man wohl doch Hand anlegen. Was dann prompt schief geht. Dergleichen Scanfehler sind wohl kaum zu vermeiden, lassen sich aber nachträglich beheben: Gefunden habe ich diesen kleinen Ausrutscher in der PDF-Datei des Briefwechsels Schiller/Goethe („zweite, nach den Originalhandschriften vermehrte Ausgabe“, hg. Hermann Hauff, Band 1, 1856), die ich Ende Februar 2009 bei Google Books heruntergeladenen habe – in der aktuell verfügbaren Ausgabe taucht der Fehler nicht mehr auf.

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Die Bezahlschranke beim Hamburger Abendblatt

8. Juni 2012, 11.22 Uhr

Heute zeigte mir mein Google Alert zum Stichwort „Ror Wolf“ einen Artikel beim Hamburger Abendblatt:

Google Alert Ror Wolf

Ein Klick auf den Link brachte mich allerdings nicht weiter. Stattdessen wurde ich von einer Bezahlschranke gestoppt: [Weiterlesen]

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„Ich habe niemals etwas anderes geschrieben, als das, was ich schreiben wollte. Und auch nie über etwas anderes.“

5. Juni 2012, 16.47 Uhr

Denis Scheck hat sich für seine Sendung „Druckfrisch“ gut elf Minuten mit Ror Wolf unterhalten. Das Gespräch kann man sich aktuell in der Mediathek ansehen. Ror Wolf wirkt trotz seiner 80 Jahre erfreulich frisch, vor einiger Zeit ging es ihm ja leider nicht so gut, aber er scheint sich erholt zu haben und plant derzeit einen autobiographischen Text. Nebenbei erfährt man, dass sich sein Fußballbuch (das aus aktuellem Anlass mal wieder aufgelegt wurde) in rund 40 Jahren etwa 110.000 Mal verkauft hat. Philipp Lahms Fußballbuch, so habe es ihm der Verleger gesagt, hat nach einem halben Jahr 170.000 Exemplare verkauft. „Frustriert Sie das?“ – „Nein, überhaupt nicht.“

Ror Wolf, ARD, Druckfrisch

Wo unterhält man sich am besten mit Ror Wolf? Natürlich in einem Fußballstadion.

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Statistik

5. Juni 2012, 13.08 Uhr

In der Seitenleiste gibt es nun einen neuen Punkt „Statistik“. Den wollte ich schon lange mal einfügen, war aber immer zu faul, in der WP-Doku nach den passenden Variablen zu suchen. Jetzt stolpere ich zufällig über einen fertigen Code-Schnipsel, den ich noch ein wenig angepasst habe, damit number_format() statt der standardmäßigen US-Notation (Komma, Punkt) die deutsche (Punkt, Komma) benutzt. Geht doch.

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Jules Verne über Hörbücher

1. Juni 2012, 17.22 Uhr

Die Bibliothek enthält auch eine Anzahl phonographischer Bücher; damit erspart man sich die Mühe des Lesens, man drückt nur auf einen Knopf und hört sofort die Stimme eines vortrefflichen Vortragenden.

Jules Verne: Die Propellerinsel (1883; dt. 1896/1897)

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Aktivitäten

1. Juni 2012, 17.10 Uhr

Ende Februar hätte es fertig sein sollen. Daraus wurde Ende März. Dann kam das „neue iPad“ dazwischen. Aber jetzt ist es endlich auf dem Weg ins Fachlektorat, das Manuskript zu Jetzt lerne ich PHP und MySQL.

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„If PHP Were British“

29. Mai 2012, 1.02 Uhr

Derzeit bin ich in der Schlusskurve zu meinem Buch Jetzt lerne ich PHP und MySQL: Der leichte Einstieg in die dynamische Webseiten-Programmierung (ja, ich schreibe auch über andere Themen als iOS und OS X ;-)). Bei der mühseligen Arbeit am Index und der nie endenden Verwunderung über die, sagen wir mal: uneinheitliche, Nomenklatur in PHP fiel mir wieder ein schönes Posting des britischen Entwickler Dave Child ein: If PHP Were British, das jedem, der sich ein wenig mit PHP beschäftigt, nur sehr zu empfehlen ist. Statt if/else schlägt er etwa perchance/otherwise vor, statt des rüden switch/case/break das elegant-höfliche what_about/perhaps/splendid. Das wäre doch mal ein vielversprechender Ansatz für die eher geschwätzigen Sprachen wie AppleScript oder Objective-C.

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Sechs Theorien zum Ende von Sherlock, Staffel 2

29. Mai 2012, 0.40 Uhr

Das brillante Finale der zweiten Staffel Sherlock lässt ja einige Fragen offen (na gut, mindestens eine: wie um alles in der Welt soll das denn gehen?). Einige Hinweise gibt es ja – Molly, Radfahrer, LKW – aber wie geht das zusammen?

In England hat man sich nach der Erstausstrahlung zu Beginn des Jahres natürlich auch Gedanken gemacht. Die „Mail“ hat die verschiedenen Theorien zusammengetragen und von Experten begutachten lassen: Millions of TV viewers baffled […] (den Rest des Titels habe ich mal weggelassen, der spoilert ein wenig – wie ich überhaupt die Lektüre des Artikels erst dann empfehlen kann, wenn man die Folge gesehen hat). Ich hatte mir übrigens vage so was wie Theorie 4 zusammengebastelt, das scheint mir der offensichlichste Weg zu sein. Aber das will ja nichts heißen.

Wenn man so eine herausragende TV-Krimi-Produktion gesehen hat, dann fragt man sich schon, warum die deutschen Tatort-Autoren zwar einen ausgesucht dummen offenen Brief in schlechtem Deutsch schreiben können, aber nicht eine Tatort-Folge, die auch nur ansatzsweise an Sherlock heranreicht.

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