»Pioneers on content«

16. Februar 2017, 13.15 Uhr

Mit dem Umzug des Servers hat auch mein Spamfilter einen kleinen Schluckauf bekommen und muss wohl erst noch lernen, dass er mich mit Mails wie etwa dieser nicht behelligt:

mein Name ist N.N und ich bin für die digitale Media Firma Serpsonic tätig. Wir sind auf der Suche nach Interessanten Seiten wie damaschke.de auf denen wir unsere Arbeit präsentieren können. Wir bieten Gastbeiträge an die professionell geschrieben, informativ, unterhaltsam und einzigartig sind. Mein Angebot ist mit keinerlei Kosten für Sie verbunden, ganz im Gegenteil. Ich würde mich sehr freuen wenn ich Ihr Interesse wecken konnte.

Ah ja. Professionell geschrieben, inklusive Rechtschreib- und Interpunktionsfehler. Ich hab die Seite der Firma mal spaßeshalber aufgerufen. Die sieht genau so aus, wie ich mir das gedacht habe: [Weiterlesen]

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Trumps Tweets im richtigen Font

16. Februar 2017, 10.47 Uhr

Schon vor ein paar Tagen hat Danny Sullivan auf Twitter einem Tweet vom Donald Trump in Comic Sans umgesetzt (»Let me give that tweet the Comic Sans treatment it deserves«), jetzt hat The Daily Show die ultimative Form gefunden: eine Browser-Extension für Chrome und Firefox, die Trumps Tweets in einer krakeligen Kinderhandschrift darstellt. Motto: Make Trump Tweets Eight Again:

Screenshot Make Trump Tweets Eight Again

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LiMux am Ende

15. Februar 2017, 18.03 Uhr

Es war leider absehbar – und jetzt ist es wohl so weit: Die Stadt München wird von Linux wieder zu Windows wechseln. Da kann ich mich einfach selbst zitieren:

Natürlich schwebt auch eine öffentliche Einrichtung nicht im luftleeren Raum und muss immer wieder auf privatwirtschaftliche Entwicklungen zurückgreifen. Aber diese durchaus sinnvolle und wünschenswerte Kooperation sollte nie soweit gehen, dass man von einem einzigen Anbieter abhängig wird – und das ist man, wenn die zentrale Plattform von Microsoft (oder meinetwegen auch Apple) stammt. Es sollte jedem Verantwortlichen erhebliches Unbehagen bereiten, wenn sich eine öffentliche Einrichtung auf das Wohlwollen eines Konzerns verlassen muss, um ihren zentralen Aufgaben nachkommen zu können.

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Umzugsarbeiten (IV)

15. Februar 2017, 12.26 Uhr

So, jetzt ist auch damaschke.de auf den neuen Server umgezogen, und alle meine Sites liegen nun auf einem Server. Beim Umzug hab ich das Blog ein wenig entrümpelt, es kann sein, dass der RSS-Feed neu abonniert werden muss.

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Aus meinen Backups I: Ein Vortrag zum Internet aus dem Jahr 1996

19. Oktober 2016, 15.45 Uhr

Da stöbere ich in alten Backups und stolpere über Notizen zu einem Vortrag zum Thema „Internet“, den ich – damals noch Chefredakteur von pl@net – vor 20 Jahren auf einer von mir längst vergessenen Veranstaltung gehalten habe. 20 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Doch auch, wenn die ein oder andere Passage von der Realität überholt wurde und manches etwas pathetisch daherkommt – so im Großen & Ganzen hat sich der Vortrag eigentlich auch jenseits des bloßen Dokumenten-Charakters ganz gut gehalten. Der Text ist nur stellenweise ausformuliert, manches ist in Stichworten gehalten, da habe ich wohl frei improvisiert. Ich habe den Text von seinen gröbsten Tippfehlern befreit, die Rechtschreibung aktualisiert und ihn ansonsten unverändert gelassen. [Weiterlesen]

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Brother HL-1430 und die „geplante Obsoleszenz“

3. Oktober 2016, 10.35 Uhr

Es ist ja immer mal wieder die Rede von geplanter Obsoleszenz – mag sein, dass es das gibt. Für meinen um die 15 Jahre alten Laserdrucker Brother HL-1430 gilt das jedenfalls nicht, der druckt seit eh und je brav vor sich hin. Heute hat er sich allerdings endgültig geweigert, auch nur noch 1 Seite auszugeben: Die Trommel ist nach exakt 17.331 Seite am Ende. Bislang hab ich in all den Jahren nur gelegentlich neuen Toner gebraucht, jetzt also eine neue Trommel für ca. 21 Euro. [Weiterlesen]

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Schwierige Screenshots mit iOS ganz einfach

25. September 2016, 13.50 Uhr

Bildschirmfotos mit iOS sind eigentlich ganz simpel: Gleichzeitig Standby- und Home-Taste drücken, und schon landet der aktuelle Bildschirminhalt als PNG-Datei in der Fotos-App. Problematisch wird es nur, wenn man Inhalte einfangen will, die sich partout nicht einfangen lassen.

Möchte man etwa zeigen, wie das iPhone auf das Ausschalten reagiert, weigert sich iOS, das Bild zu speichern. Probleme gibt es auch mit Bildschirmfotos von der Einrichtung von Touch ID. Hier wird der Druck auf die Home-Taste als Eingabe für Touch ID gewertet. Möchte man einen eintreffenden Anruf per Screenshot dokumentieren, geht das ebenfalls nicht, da hier der Druck auf die Standby-Taste als Abbruch interpretiert wird. Schwierig wird es auch, wenn man mit zwei Fingern auf dem Display eine Geste macht, deren Auswirkung dokumentiert werden soll – es ist dann praktisch unmöglich, auch noch die Standby- und Home-Taste gleichzeitig zu drücken. Zudem hat Apple mit iOS 10 den DRM-Schutz für Videos verschärft. Bei Screenshots von Videos wird nur ein schwarzer Bildschirm eingefangen, zu sehen sind allenfalls eingeblendete Menüs und Navigationselemente, das Standbild vom Video wird nicht übernommen. [Weiterlesen]

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„Ähnliche Videos“

12. September 2016, 13.47 Uhr

Wenn Algorithmen ähnliche Videos empfehlen, dann kommt so etwas dabei heraus:

Screenshot von welt.de

Gesucht hatte ich nach Animationen, die Angriffe via Internet in Echtzeit visualisieren. Gefunden hab ich unter anderem die Cyberthreat real-time map von Kaspersky. Und ein Video bei welt.de. Der Beitrag heißt: „3D-Animation zeigt Cyber-Angriffe in Echtzeit“. Das sind die 10 Videos, die welt.de für ähnlich hält:

  • Vier von zehn Deutschen würden auf Sex verzichten
  • Darum könnte der Brexit eine Chance für die EU sein
  • Zu dieser Uhrzeit sollten Sie tanken
  • Livestream – FDP-Chef Lindner zur Flüchtlingspolitik
  • Das ist die höchste Schrägseilbrücke der Welt
  • So schlecht steht es um Deutschlands Straßen
  • Das sommerliche Wetter kommt für den Urlaub zu spät
  • Discounter kämpfen gegen Billig-Image
  • 8000 Jobs bei Kaiser´s Tengelmann in Gefahr
  • Lufthansa will Strecken von Air Berlin übernehmen

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Kleine Nachhilfe für Frauke Petry

11. September 2016, 13.47 Uhr

Wie Die Welt meldet, möchte Frauke Petry, dass das Wort „völkisch … wieder positiv besetzt ist“. Die Klassifzierung des Begriffs als „rassistisch“ sei eine „unzulässige Verkürzung“. Dumm nur, dass der Begriff immer schon rassistisch/nationalistisch war und positiv nur von Rassisten/Nationalisten und natürlich den Nationalsozialisten benutzt wurde.

Ich glaube, Frau Petry braucht ein klein wenig Nachhilfe. Schauen wir und doch einfach mal in Googles Ngram-Viewer an, wann das Wort seine Blüte hatte:

Google Ngram-Viewer für 'völkisch'

Tja. Das ist ein eindeutig besonders zwischen 1933 und 1945 sehr beliebter Begriff – wie um alles in der Welt soll der heute „wieder positiv besetzt“ werden? Und was weiß das Wörterbuch „NS-Deutsch. ‚Selbstverständliche‘ Begriffe und Schlagwörter aus der Zeit des Nationalsozialismus“ von Karl-Heinz Brackmann und Renate Birkenhauer (Straelen 1988) zu diesem Begriff (S. 194) zu sagen? Das hier:

völkisch
[…] um 1875 aufgekommene Verdeutschung von ‚national‘ mit der Bedeutung: rassisch und „blutmäßig“ bedingt; positiver Gegenbegriff zu dem verachteten Wort „international“ (das meist mit dem Zusatz „jüdisch“ versehen wurde) […] „darum arbeiten völkische und politische Erziehung weniger mit Verstandesübungen als mit Symbolen. Im Hakenkreuz und Hitlergruß, im Glauben an Blut und Boden und an das Dritte Reich stecken bindende Kräfte.“

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Algorithmen als Spiel

5. September 2016, 13.31 Uhr

Algorithmen und Programmierung können ausgesprochen lustig daherkommen – zum Beispiel in Form des Logik-Puzzles Human Resource Machine (Windows, Mac, iOS), von den Leuten, denen wir auch die hübschen Spiele „World of Goo“ und „Little Inferno“ verdanken. Bei Human Resource Machine muss man kleine Programmieraufgaben lösen. Dazu steuert man ein Männchen, dessen Job darin besteht, Pakete, auf denen Ziffern und Buchstaben stehen, von der Inbox in die Outbox zu befördern. Zur Steuerung stehen einfache Anweisungen zur Verfügung, die im Laufe des Spiels stetig erweitert werden. Aus diesen Anweisungen lässt sich einfacher Programmcode erzeugen, den das Männchen ausführt – immer unter den strengen Augen seiner Vorgesetzten, die ihn bei Fehlern anraunzen. Programme setzt man einfach zeilenweise zusammen, man kann kleine Testläufe durchführen, ein Programm Schritt für Schritt ausführen und gegebenenfalls debuggen. [Weiterlesen]

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