Algorithmen als Spiel

5. September 2016, 13.31 Uhr

Algorithmen und Programmierung können ausgesprochen lustig daherkommen – zum Beispiel in Form des Logik-Puzzles Human Resource Machine (Windows, Mac, iOS), von den Leuten, denen wir auch die hübschen Spiele „World of Goo“ und „Little Inferno“ verdanken. Bei Human Resource Machine muss man kleine Programmieraufgaben lösen. Dazu steuert man ein Männchen, dessen Job darin besteht, Pakete, auf denen Ziffern und Buchstaben stehen, von der Inbox in die Outbox zu befördern. Zur Steuerung stehen einfache Anweisungen zur Verfügung, die im Laufe des Spiels stetig erweitert werden. Aus diesen Anweisungen lässt sich einfacher Programmcode erzeugen, den das Männchen ausführt – immer unter den strengen Augen seiner Vorgesetzten, die ihn bei Fehlern anraunzen. Programme setzt man einfach zeilenweise zusammen, man kann kleine Testläufe durchführen, ein Programm Schritt für Schritt ausführen und gegebenenfalls debuggen. [Weiterlesen]

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Why can’t we have one of those?

31. Mai 2016, 13.22 Uhr

In der Folge „Ted“ der zweiten Staffel von „Buffy the Vampire Slayer“ scheint es so, als habe Buffy einen Menschen getötet. In der deutschen Fassung gibt es daraufhin folgenden Dialog:

Cordelia: Ich versteh’ das nicht. Buffy ist die Jägerin. Sollte sie nicht sowas …
Xander: … wie ’ne Lizenz zum Töten haben?
Cordelia: Nicht einfach so, aber sie ist so etwas wie Superman. Sollten für sie nicht andere Regeln gelten?
Willow: Klar doch, vielleicht in ’ner Diktatur.
Cordelia: Genau! Na ja, wär wohl der einzige Vorteil daran.

Ziemlich langweilig und sehr brav. Das Original schlägt da doch deutlich andere Töne an:

Cordelia: I don’t get it. Buffy’s the Slayer. Shouldn’t she have …
Xander: What, a license to kill?
Cordelia: Well, not for fun. But she’s like this superman. Shouldn’t there be different rules for her?
Willow: Sure, in a fascist society.
Cordelia: Right! Why can’t we have one of those?

Dazu passt auch: Superfrau, Nazi like.

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Die Listings aus „Jetzt lerne ich PHP & MySQL“ (2012)

19. März 2016, 12.13 Uhr

Vor rund vier Jahren erschien beim damaligen Verlag Markt + Technik mein Buch „Jetzt lerne ich PHP & MySQL“, ein gutes halbes Jahr nach Erscheinen stellte Markt + Technik den Computerbuch-Bereich überraschend ein*, ein paar Monate später wurde der Verlag komplett verkauft. Die Namensrechte und das Logo wurden von anderen übernommen, so dass es heute zwar wieder Bücher von Markt + Technik gibt, die aber mit dem ursprünglichen Verlag nichts zu tun haben. [Weiterlesen]

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24 Nullen oder Gottes Größe

20. Februar 2016, 22.53 Uhr

B.: Für die weltanschauliche Einstellung Mays während der erwähnten ersten drei Perioden, seien stellvertretend die behäbig=verantwor­tungs­losen ‹Geografischen Predigten› erwähnt; aus der Perlenschnur der Platitüden nur eine …….

C. (kindlich=wichtig, voll kleiner Gelehrsamkeit): »Die Heimat des Menschengeschlechtes, Erde genannt, die sich mit einer Geschwindigkeit von 1687 Komma 5 Kilometern in der Stunde um sich selber bewegt, wiegt ungefähr sechs Null Null Null Null (leiser werdend, immer weiter, bis 24 Nullen voll sind) ……«

A. (hineinsprechend): Er erspart uns von der Quadrillion keine der 24 Nullen, auch im Druck nicht: und wo wäre der Verstockte, der bei 24 Nullen nicht Gottes Größe empfindet?!

Arno Schmidt: „Abu Kital. Vom neuen Großmystiker“. (1957, BA II/2, S. 31–59; hier: S. 42)

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Old Shatterhand in Moabit

19. Februar 2016, 13.09 Uhr

Am 12. April 1910 erlebte Karl May eine der schlimmsten Niederlagen seines Lebens. Vor dem „Königlichen Schöffengericht Charlottenburg“ unterlag der Schriftsteller in seiner Privatklage gegen Rudolf Lebius, dem er es untersagen lassen wollten, ihn als „geborenen Verbrecher“ zu bezeichnen. Der Prozess wurde zu einem Debakel für May, der den Fall in greller Verkennung der Realität als reine Formsache betrachtete, sich selbst eher ungeschickt verteidigte, und am Schluss gegen den unglaublichen Wust an Verzerrungen, Verleumdungen und dreisten Lügen nur noch ein hilfloses „Es ist ja alles gar nicht wahr“ vorbringen konnte. Erst 20 Monate später, am 18. Dezember 1911, kam es in einem Berufungsverfahren in Berlin-Moabit zu einer letzten Genugtuung. In dem Verfahren, in dem May nun, auf Vermittlung Maximilian Hardens, den renommierten Strafverteidiger Erich Sello an seiner Seite hatte, wurde Lebius schließlich verurteilt. Während der erste Prozess eine auch für heutige Verhältnisse unglaubliche Pressekampagne gegen May zur Folge hatte, löste die Rehabilitierung praktisch kein Echo mehr aus. Wenige Monate später war May tot. [Weiterlesen]

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Umzugsarbeiten (III)

25. Januar 2016, 10.44 Uhr

Nach einem kleinen Malheur mit falschen DNS-Einstellungen sind nun auch die beiden Blogs Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe und Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens auf den neuen Server umgezogen. Es kann sein, dass die RSS-Feeds neu abonniert werden müssen.

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Der Mac für Ein- und Umsteiger: El Capitan

25. Januar 2016, 10.41 Uhr

Giesbert Damaschke Der Mac für Ein- und Umsteiger CoverEinmal im Jahr aktualisiert Apple sein Betriebssystem OS X, einmal im Jahr aktualisiere ich mein Buch „Der Mac für Ein- und Umsteiger“. Das ist auch heuer nicht anders: Die Ausgabe zu El Capitan gibt es derzeit als E-Book, die gedruckte Version kommt am 4. Februar:

Der Mac für Ein- und Umsteiger. OS X El Capitan Grundlagen einfach und verständlich. Obergriesbach: Amac-Buch 2016. ISBN 978-3-95431-041-8. 372 Seiten. 19,95 Euro.

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Das sind die Fakten

1. Januar 2016, 14.01 Uhr

Die ARD klärt auf:

Screenshot Newsfeed Tagesschau

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Erst als der Schnee verschwunden war, fand man seine Leiche und auch die Brote.

30. Dezember 2015, 17.56 Uhr

Karl Mays Autobiographie „Mein Leben und Streben“ ist ein anrührendes Dokument der Selbsterforschung und ein Stück unverächtlicher Prosa, dessen lakonischen Beginn ich nicht ohne Erschütterung lesen kann:

Ich bin im niedrigsten, tiefsten Ardistan geboren, ein Lieblingskind der Not, der Sorge, des Kummers. Mein Vater war ein armer Weber. Meine Großväter waren beide tödlich verunglückt. Der Vater meiner Mutter daheim, der Vater meines Vaters aber im Walde. Er war zu Weihnacht nach dem Nachbardorf gegangen, um Brot zu holen. Die Nacht überraschte ihn. Er kam im tiefen Schneegestöber vom Wege ab und stürzte in die damals steile Schlucht des „Krähenholzes“, aus der er sich nicht herausarbeiten konnte. Seine Spuren wurden verweht. Man suchte lange Zeit vergeblich nach ihm. Erst als der Schnee verschwunden war, fand man seine Leiche und auch die Brote.

Karl May, Mein Leben und Streben, 1910

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Umzugsarbeiten (II)

29. Dezember 2015, 9.33 Uhr

Nachdem im Zuge der Umzugsarbeiten die Site zu Hans Wollschläger und die Mailinglisten zu Arno Schmidt, Karl Kraus und Karl May inzwischen auf den neuen Server umgezogen sind, bin ich jetzt dabei, nach und nach meine anderen Sites ebenfalls umzuziehen, was noch einige Zeit dauern wird.

Dabei habe ich mich dazu entschlossen, insidemac-blog.de ganz aufzugeben. Ich habe einfach keine Zeit, das Blog regelmäßig mit Inhalten zu befüllen (2015 gab es dort ganze sechs Beiträge). Also hatte ich dort kurzerhand einen Redirect eingerichtet, der ohne Rückfrage und Information direkt zu damaschke.de umleitet.

Das aber scheint zu Irritationen zu führen und bescherte mir diese Lesermail:

Betreff: insideMac-So bekommen Sie Ihre Mails von Thunderbird
Guten Tag,

an Hand Ihrer Bücher über Macbetriebssysteme, habe ich Sie für einen seriösen Autor gehalten.

Aber diese Adresse lehrt mich eine gespaltene Zunge kennen gelernt zu haben.

Das mußte ich los werden.

[Name]
PS. ich möchte keine Diskussion
.

Also gibt es beim Aufruf von insidemac-blog.de jetzt einen Hinweis.

Nebenbei: der im Betreff der Mail eines frustrierten Lesers genannte Beitrag ist von 2008 und seit langer Zeit obsolet – Mail kann Thunderbird-Daten inzwischen direkt und ohne Umwege importieren.

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