Digitaler Preisverfall

3. März 2014, 14.53 Uhr

Beim Hyperland-Blog des ZDF habe ich eine kleine Glosse zu einem Thema geschrieben, das mich schon einige Zeit gelegentlich umtreibt – nämlich dass sich im digitalen Strom nicht nur die Dinglichkeit der Dinge, sondern auch ihr (finanzieller) Wert aufzulösen scheint: Wie ich lernte, dass digitale Dinge nichts wert sind. [Weiterlesen]

Im Tonstudio

17. Januar 2014, 12.30 Uhr

Ein Tonstudio von sehr vielen des BRAm Mittwoch bekam ich einen Anruf vom NDR – man wolle mich zum Thema „30 Jahre Macintosh“ interviewen. Wie die ausgerechnet auf mich gekommen sind, ist mir etwas schleierhaft – ich bin durchaus nicht der bekannteste Mac-Autor im Land, aber vielleicht war ich auch nur dritte Wahl oder so ;-).

Heute war ich kurz beim BR, da wurde das Interview aufgezeichnet. Leider dauerte das ganze nur von 11.00 bis 11.10; ich hätte alles wunderbar auf den Punkt beantwortet und auch ein paar schöne Geschichten erzählt. Das habe ich zwar etwas anders wahrgenommen, aber egal – so ein professionelles Tonstudio ist ja immer wieder beeindruckend.

Der Beitrag wird wohl nächsten Freitag gesendet, genaueres weiß ich noch nicht.

Ich, Dilettant

15. Januar 2014, 14.11 Uhr

Bei der Vorbereitung der nächsten Beiträge in meinem Blog Gespräche mit Goethe brachte mich diese Bemerkung Goethes zu Eckermann vom 21. Januar 1827 ins Grübeln:

Das ist aber eben das Wesen der Dilettanten, daß sie die Schwierigkeiten nicht kennen, die in einer Sache liegen, und daß sie immer etwas unternehmen wollen, wozu sie keine Kräfte haben.

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Weihnachtswetter

25. Dezember 2013, 19.41 Uhr

Sie malen und schildern uns in ihren Büchern und Bildern die heilige Christnacht als im tiefen reinlichen Schnee begraben und mit dem Glitzern der Sterne drüber. Auch ein Schneesturm ist dann und wann gestattet, liegt bequem in der Hand und paßt in die Stimmung. Daß das Wetter zu Weihnachten meistens ganz anders ist, dafür kann weder der Pinsel, noch die Feder der Herren und Damen.

Es ist anders. Es tut einem noch nicht einmal den Gefallen, ordentlich zu regnen. Aber es hat gewöhnlich geregnet, und das Wetterglas steht zwischen sechs und acht Grad über Null; es ist eine Temperatur, die der Mensch, welcher keine „Weihnachtsgeschichte“ zu schreiben und nicht für den Holzschnitt der betreffenden Journaljahrsnummer zu zeichnen hat, unbehaglich nennt.

Wilhelm Raabe, Der Lar (1889)

Sämtliche Werke (Braunschweiger Ausgabe), Bd. 17, S. 346

ASml, KKml und KMG-ml derzeit down [Update: wieder online]

3. November 2013, 19.56 Uhr

UPDATE 4.11.: Die Listen sind vorläufig wieder online.
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Meine Mailinglisten zu Arno Schmidt, Karl Kraus und Karl May sind derzeit abgeschaltet. Grund: in den letzten ein, zwei Stunden kam es zu einer massiven Spam-Attacke mit mehreren Hundertausend Spams.

Es ist derzeit nicht abzusehen, wie es mit den Listen weitergehen wird.

Melancholische Variation über Motive Karl Mays

26. Oktober 2013, 21.35 Uhr

Hörspiele sind eine ebenso reizvolle wie flüchtige Kunstform. Reizvoll deshalb, weil sie durch den Einsatz rein akustischer Mittel (Sprache, Geräusche, Musik, Sound-Effekte) im Kopf der Hörenden eine Welt erschaffen, die es nur im Hörspiel gibt. Flüchtig, weil diese Welt nur entsteht, wenn ein Hörspiel tatsächlich gehört wird – die bloße Lektüre eines Hörspieltextes kann den Eindruck, den ein Hörspiel hervorzurufen in der Lage ist, allenfalls erahnen lassen. [Weiterlesen]

u.a. May

26. Oktober 2013, 21.32 Uhr
Otto West: Apes don’t read philosophy.
Wanda: Yes they do, Otto. They just don’t understand it.

Auch wenn es vielleicht schwer fällt, aber wir müssen uns Adolf Hitler auch als Leser vorstellen. Als leidenschaftlichen, besessenen Leser, dessen Lektüre manische Züge zeigt. Wir müssen ihn uns als einen Leser vorstellen, an dem die ansonsten so bruchlos gelingende positive Besetzung des Begriffs „Lesen“ hoffnungslos zerschellt und den Blick auf eine banale Erkenntnis freigibt: Der Akt des Lesens ist weder positiv noch negativ – es kommt darauf an, was gelesen wird, warum und wie. [Weiterlesen]

NDR berichtet über eine wissenschaftliche Sensation

22. September 2013, 12.35 Uhr

In einer kleinen, unscheinbaren Meldung berichtet der NDR über eine wissenschaftliche Sensation, die nicht nur die Herzen der Altphilologen höher schlagen lassen wird:

Staatsbibliothek zeigt Homers Handschrift

Gemeint ist die Ausstellung Griechische Handschriften in norddeutschen Sammlungen, die vom 25. September bis zum 1. Dezember in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zu senen ist.

Dort soll man laut NDR auch ein Papyrus zu sehen bekommen,

das Homer um 200 vor Christus verfasst haben soll.

Blöd nur, „dass Homer, wenn es ihn gab, etwa in der zweiten Hälfte des 8. Jh. v. Chr. gelebt hat.

Watchever, mein erster Eindruck

9. September 2013, 15.41 Uhr

Seit einiger Zeit stoße ich immer wieder auf Werbung für den Videostreamingdienst Whatchever. Bislang habe ich das völlig ignoriert, aber jetzt führte kein Weg dran vorbei. Schließlich bietet Whatchever das günstigste legale Angebot für die fünfte Staffel von „Breaking Bad“ im Orginal. Neue Folgen stehen mit wenigen Tagen Versatz nach der Ausstrahlung in den USA zur Verfügung. Da die ersten 30 Tage kostenlos sind und anschließend bei monatlicher Kündigungsfrist knapp 9 Euro anfallen, habe ich mich also angemeldet und die Watchever-App auf meinem iPad installiert. [Weiterlesen]

Jede Menge Bilder: „Open Content“ vom Getty Museum

5. September 2013, 13.02 Uhr

Bei Heise gibt es eine erfreuliche Meldung:

Keine Kosten, keine Einschränkungen – selbst bei kommerzieller Nutzung: Seit Mitte August bietet das Getty Museum rund 4600 hochaufgelöste Fotos von Kunstwerken zur freien Verwendung an. Auch knapp 600 historische Fotografien sind dabei, etwa Bilder von Julia Margaret Cameron oder Nadar.

In einem FAQ zum „Open Content Program“ werden die Hintergründe erläutert und Fragen zum Programm beantwortet. Hier erfährt man auch, dass das Getty Museum nichts mit Getty Images zu tun. Schade eigentlich.