Pecunia non olet

Montag, 29. Oktober 2007, 10.25 Uhr

Derzeit sorgt Googles Säuberungsaktion für Unruhe im Netz. Reihenweise wird der Pagerank großer und durchaus seriöser Sites heruntergestuft: Spiegel, Stern, Focus, ZD Net, Heise, Golem …: Sie alle sind von Pageranks um die 7–9 auf Werte um die 4–5 abgesackt (zum Teil aber schon wieder auf dem Weg nach oben). Der Grund: Sie haben sich an Linktauschprogrammen oder ähnlichem beteiligt und Google säubert nun seinen Index von tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Betrügern.

Man kann das aber auch anders formulieren: Die Seiten haben (oder hatten) bezahlte Werbung auf ihren Seiten, die nicht aus dem Google-Anzeigennetzwerk stammt.

Es gibt viele Seiten im Netz, die einem den Pagerank bestimmter Webseiten verraten (dafür gibt es natürlich auch die Google Toolbar, aber warum sollte man die installieren?). Und da kann man dann eine lustige Entedeckung machen. Der Google PageRank Check etwa ist eine simple Seite. Ein kleines Eingabeformular, eine Schaltfläche, um die Suchanfrage zu starten und, natürlich, jede Menge Anzeigen drumherum. Die stammen aus dem Google-Anzeigenpool und werben für was? Richtig, für genau die Anbieter dubioser Methoden zur Pagerank-Verbesserung, die Google mit seiner Säuberungsaktion abstraft.

Merke: Man mag sie nicht. Aber ihr Geld nimmt man natürlich trotzdem.


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Keine Kommentare zu „Pecunia non olet“

Halli,
die Aktion darauf zu reduzieren, dass Google andere Anzeigennetzwerke damit bekämpfen wollte, geht glaube ich in eine etwas einseitige Richtung.
Es ist doch so, dass diese bezahlten Links, gegen die Google jetzt vorgeht, gezielt deshalb gesetzt wurden, um einzig den Pagerank-Algorithmus auszutricksen.
Die vielen Möglichkeiten, die es gibt, um einen Link auch für einen Suchroboter als „bezahlten Link“ zu nutzen (Adserver, robots.txt, nofollow tag etcpp.) wurden doch ganz gewusst nicht gesetzt.
Hier wurde meist schlicht ein Werbelink als redaktioneller Link untergejubelt – ich find’s gut, wenn das jetzt rausfliegt. Dass Googles-Adsense für diese Jungs selbst Werbung macht, ist natürlich bitter – aber hier sind wohl Content- und Marketingabteilung getrennt.