Prost auch

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 14.33 Uhr

Beschreibung von Bildern sind mitunter nicht ganz einfach. Zum Beispiel von diesem hier:

Ich sehe da Angela Merkel und Jürgen Großmann (RWE), wie sie ihre Gläser erheben und dem Betrachter (bzw. dem/den Fotografen oder Leuten, die nicht auf dem Foto zu sehen sind) zuprosten.

Was sehen die anderen? Das hier:

Das Plakat zeigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorstandsvorsitzenden des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, die sich mit Schnapsgläsern zuprosten. (Focus)

… prosten sich auf dem Bild Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, mit Schnapsgläsern zu. (Spiegel Online)

… prosteten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, zu. (Bild)

… prosten sich darauf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann mit Schnapsgläsern zu. (Ad Hoc News)

Bei den Nachrichten in Bayern 5 hörte ich noch eine ganz besondere Interpretation –

… die sich verschwörerisch zuprosten

–, während das Hamburger Abendblatt anscheinend nur einen Ausschnitt zu sehen bekommen hat:

… ein zehn Meter langes Plakat mit den Gesichtern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und RWE-Chef Jürgen Großmann

Tja. Aber was sollen die schon schreiben, wenn selbst Greenpeace nicht so recht zu wissen scheint, was für ein Motiv sie da eigentlich aufgehängt haben:

en sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorstandsvorsitzende des Atomkonzerns RWE, Jürgen Großmann, mit Schnapsgläsern zu.

(Foto: Pressemitteilung Greenpeace Deutschland)


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Friemelpott schrieb am 28. Oktober 2010, um 16.58 Uhr

Wenn mein Lieblingsautor das geschrieben hätte und es würde so rümpfend darauf herumgeritten würde ich sagen ist doch klar, sie prosten sich selber zu, innerlich, sie sind sich einig, untereinander und mit sich selber, so war’s gemeint, egal ob da auch noch andere dabei sind denen vordergründig die Aufmerksamkeit der Abgebildeten scheinbar gilt … Da es aber nur schnöde Journalisten resp. Presseagenturen waren mag es auch ein Flüchtigkeitsfehler sein …

😉