Tell Tale Signs

Samstag, 11. Oktober 2008, 20.04 Uhr

Nach sieben „offiziellen Bootlegs“ auf – wenn ich mich da nicht verzählt habe – 15 CDs könnte man annehmen, dass His Bobness allmählich das Material für weitere Sammlungen mit „rare and unreleased“ Material ausgehen müsste. Doch das Gegenteil ist der Fall: Tell Tale Signs, Teil 8 der „Official Bootleg Series“, bietet eine ungewöhnlich reiche, faszinierende und erstaunliche Auswahl an bislang unpublizierten Songs. Lediglich das atemberaubend gute Huck’s TuneThe Lonesome River und ’Cross the green mountain wurden bereits an eher abgelegener Stelle veröffentlicht.

Dieses Mal konzentriert man sich auf die Jahre 1989 bis 2006. Verblüffend sind die alternativen Versionen, bei denen es sich nicht um Ausschuss, sondern um vollständig abgemischte Aufnahmen handelt. Von Mississippi gibt es gleich drei (die dritte findet sich auf der Bonus-CD der Deluxe Edition). Sie sind alle drei sehr gut – und fallen doch im Vergleich mit der veröffentlichten Fassung auf Time out of Mind ab. Großartig auch die Live-Versionen von High Water oder Cold Irons Bound. Und wieder fragt man sich, warum um alles in der Welt Dylan einen makellosen Song wie Dreamin’ of you nicht veröffentlicht hat (immerhin, er hat Teile des Textes in andere Songs übernommen).


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Das amerikanische National Public Radio hat übrigens die 2CD-Fassung von „Tell Tale Signs“ als Stream auf seiner Webseite, allerdings ohne separat auswählbare Tracks. Trotzdem eine nette Sache 🙂

Korrektur: Man kann sehr wohl einzelne Tracks anwählen. Es gibt sogar erklärende Einzeiler zu jedem Song.