Underworld Evolution

Donnerstag, 16. März 2006, 2.29 Uhr

Der zweite Teil der Vampir-Geschichte mit Kate Beckinsale (mal ehrlich: haben Sie von Teil 1 mehr behalten als Kate Beckinsal im aufregenden Lederkostüm?) ist besser als sein Vorläufer Underworld, was, so werden die Nörgler einwenden, auch kein großes Kunststück ist.

In Teil 2 haben sich die Macher, scheint’s, überlegt, dass ihrer wirren Story eh niemand folgen will, also haben sie sie nur noch als McGuffin benutzt, der ihnen allerlei Anlass zu mitunter erstaunlichen Tricksequenzen und zur Entfaltung einer durchaus reizvollen Blood&Gore-Ästhetik verhilft.

Die Teenies im Kino neben mir waren jedenfalls ganz begeistert, dass der Film, der mit blutigen Details nicht spart, nicht erst »frei ab 18« war. Allerdings ist das Blut, das hier in dicken, zähsickernden Strömen fließt, durchweg schwarz und viele Sequenzen werden in einem irrealen Schwarz-Weiß gehalten.

Über die (scheinbar) schlechte Qualität der Tricksequenzen zu Beginn war ich für eine Moment erschrocken, bis mir klar wurde, dass hier beim Timing bewusst getrickst und eine seltsam ruckhafte Bewegung durchaus Absicht war: die Szenen wirkten wie eine morbide Variante der Harryhausen-Monster aus Sindbads siebte Reise und anderen Harryhausen-Filmen.

Wer weiß, am Ende war das gar eine Hommage an den Meister der Stop-Motion-Technik.


Ihr Kommentar Name (erforderlich):

Mail (wird nicht publiziert) (erforderlich):

Website:

Keine Kommentare zu „Underworld Evolution“

Kein rühmliches Werk, aber Grüße immerhin.

„Underworld: Evolution“ ist die Fortsetzung der „Underworld“-Saga aus dem Jahr 2003, wieder mit Buch und Regie von Len Wiseman, mit den selben Protagonisten und gleichen Schlachten zwischen Vampiren und Werwölfen. Zwischen Selene (Kate Beckinsale) und Michael (Scott Speedman) entsteht eine Liebesbeziehung, obwohl sie dem jeweils verfeindeten Lager angehören. Gemeinsam erkunden sie den Ursprung dieser Fehde und damit ihre Familiengeschichte. Was für Fantasyfans ein Spektakel vor märchenhaft-mythischer Gothickulisse darstellt, langweilt uninteressierte Zuschauer von Beginn an. Sie bekommen eine abstruse Geschichte vorgetragen, haben etliche mehr oder weniger handelsübliche Actionszenen und Spezialeffekte zu ertragen und erleben den fortwährenden Einsatz von blau-grünen Farbfiltern alsbald als Tristesse. Beim Showdown in einem Kellergewölbe ballert unsere hübsch anzusehende und kostümierte (Catsuit und Corsage) Heldin in Lara-Croft-Manier mit zwei Pistolen dem Oberwerwolf in die Testikel und der Rotor eines Hubschraubers erweist sich als… Sorry, Jungs, ich glaube, wenn ich eineinhalb Stunden Frau Beckinsale beim Einkaufen begleitet und beobachtet hätte, hätte ich mich wohl besser amüsiert.