Watch your words!

Mittwoch, 8. Oktober 2008, 15.35 Uhr

Spätnachts, wenn der Ärger des Tages sich allmählich in Bierschwaden verflüchtigt, lockern sich die Finger frustrierter Menschen an Computern. Und dann geht es los, dann wird alles rausgekotzt, was einem schon seit langem auf der Seele lastet, da wird gewütet und geschimpft, beleidigt und gepöbelt.

Das wäre alles kein Problem, blieben die bösen Worte in den vier Wänden des Schreibers. Doch das bleiben sie leider nicht immer, schließlich gibt es das Internet. Und eh man sich’s versieht, verschickt man ätzende Kommentare und beißende Mails, die man anderntags gern ungeschrieben machen würde. 

Das geht nun leider nicht mehr. Doch man kann etwas früher ansetzen und die böse Mail gar nicht erst abschicken. Das dachte man sich jedenfalls bei Google,  wo man dem Problem allzu impulsiver Texte mit Mathematik zu Leibe rückt. Mail-Goggles (Goggles = Schutzbrille) nennt sich ein neues Feature in Gmail, das vor den Versand einer Mail die Lösung kleiner Rechenaufgaben gesetzt hat. So wird der Absender zu einer Pause gezwungen, in der ihn die nüchterne Rechnerei vielleicht daran erinnert, dass es keine so gute Idee ist, diese oder jene E-Mail abzuschicken.

Mail Goggles

Um die Schutzbrille für Mails aufzusetzen, muss man die Sprache von Gmail in den Einstellungen zuerst auf Englisch (US) stellen und anschließend im Register Labs Mail Goggles aktivieren. Danach kann man wieder auf Deutsch wechseln, der Goggle-Eintrag bleibt in den Einstellungen erhalten.

(via Golem)


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