Wegwerfadressen mit Google Mail

Freitag, 24. Februar 2017, 15.45 Uhr

Ob Newsletter, Gewinnspiel oder kostenloser Download – es gibt viele Fälle im Internetalltag, bei denen man eine E-Mail-Adresse hinterlegen muss, um an die gewünschten Dateien oder Dienstleistung zu kommen. Nun kann man da natürlich seine eigene Adresse eintragen, läuft dann aber Gefahr, in der Folge zugespammt zu werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer Wegwerfadresse, die nur für diesen einen Zweck benutzt und anschließend gelöscht wird. Google-Nutzer sind da fein raus, denn Google Mail bietet eine sehr einfache und universell einzusetzende Lösung für beliebig viele Wegwerfadressen: Man hängt an seinen Account-Namen einfach ein +, gefolgt von beliebigen Text. Alle Mails, die an diese Adresse geschickt werden, landen ganz normal im Posteingang. Wählt man als Text etwa den Namen des Anbieters, bei dem man diese Adresse benutzt hat, kann man sehr genau verfolgen, welche Mails in der Folge über diesen Anbieter kommen und ob er die Adresse etwa an Spamversender weitergegeben hat. Dazu ein simples Beispiel.

Meine Gmail-Adresse lautet giesbert@gmail.com. Möchte ich nun bei einem Gewinnspiel teilnehmen, ohne meine Hauptadresse preiszugeben, kann ich als Mail-Adresse etwa giesbert+gewinnspiel@gmail.com eintragen. Nach dem Gewinnspiel kann ich einen Filter bei Gmail anlegen, der alle Mails an giesbert+gewinnspiel@gmail.com wegsortiert oder auch gleich löscht.

Kleiner Haken: Natürlich kann ein Anbieter aus den so generierten Adressen ganz einfach auf die originale Adresse schließen, völlige Sicherheit vor dem Missbrauch der Mail-Adresse ist damit also nicht gegeben.


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