»We’ve implanted an explosive charge in your head«

Mittwoch, 10. Mai 2006, 0.05 Uhr

Ich hatte nicht viel erwartet und bin um so überraschter, dass Mission: Impossible III ein rasanter, spannender, grundsolider und unterhaltsamer Action-Film ist, der genau das bietet, was das musikalische Serien-Thema vorgibt: Eine heftig nach vorn drängende Bewegung, ohne wirkliches Ziel & Entwicklung, in verschiedenen Variationen, bis es nach gut zwei Stunden halt aus ist.

Der Plot: Irgendein Superschurke sucht irgendwas für irgendeine finstere Absicht und Ethan Hunt muss ihn irgendwie daran hindern.

Angesichts des engen Handlungsrahmens ist der Film überraschend abwechslungsreich, erlaubt sich ein paar Witze, ohne daran Zweifel zu lassen, dass die absurde Mission-Impossible-Welt für zwei Stunden ernst genommen wird und reiht zahlreiche gute und spannend inszenierte Sequenzen aneinander, ohne Hänger oder Lücken aufzuweisen.

Philip Seymour Hoffman ist ein wirklich fieser Schurke, Tom Cruise gut & überzeugend und auch die restliche Besetzung enttäuscht nicht (wenn es auch keine wirklich nennenswerten Leistungen gibt).

Bereits die Anfangssequenz ist großartig. Es beginnt mit einer schwarzen Leinwand, man hört einen Schuss, einen unterdrückten Schmerzensschrei und Hoffman sagt: „Wir haben Dir eine Sprengladung ins Gehirn geschossen. Du weißt ja, wie das ist.“

Oder, um den O-Ton nach der IMDB zu ztieren:

We’ve implanted an explosive charge in your head. Does that sound familiar?

Und genau das macht der Film die nächsten zwei Stunden: explosive Ladungen im Gehirn des Zuschauers deponieren.

Doch, ein überraschend guter Film.


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