X-Men 3

Mittwoch, 7. Juni 2006, 15.47 Uhr

Bei X-Men 3 gibt es gefühlte 3 Millionen Inkosistenzen, Widersprüche und Plot-Holes. Aber das macht nichts. In so einen Film geht man ja eher nicht wegen der plausiblen Story oder den glaubwürdigen Charakteren. Auf dieser Ebene ist der Film nichts als ein langweiliger Unfug.

Das Mutanten-Thema wird auf denkbar platteste Art als Universalgleichnis für praktisch jede Norm-Abweichung (ganz gleich, wer da wo und wie von welcher Norm auch immer abweicht) ausgeführt und was in Teil 1 als Pubertätsmetapher mit der Figur „Rogue“ noch emotionale Anknüpfungspunkte und Widerhaken bot, die sich in der persönlichen Erfahrung des Zuschauers festsetzen und durch den Film tragen konnten, wird hier endgültig zu einem gleichgültig glatten Mischmasch zurechtgeklopft, der einen ziemlich kalt lässt.

Aber wie gesagt – das macht alles nichts. Die 104 Minuten bieten eine in sich recht stimmige Bildsprache, ein paar lustige Gags, schön anzusehende Tricks und einige beeindruckende pyrotechnische Effekte.

Wer sowas mag, der sollte sich das ansehen. Ich mag sowas und ich habe es nicht bereut.


Ihr Kommentar Name (erforderlich):

Mail (wird nicht publiziert) (erforderlich):

Website: